ANTHRAX - "Spreading The Disease" (1985)Anfang der 80ziger revolutionierten Bands wie METALLICA, MEGADETH, SLAYER und auch ANTHRAX den Metal und schufen ein Genre, das sich Speed/Thrash-Metal nannte. Da diese vier Bands die Vorreiter waren, werden sie in Musikkreisen auch "The Big Four" genannt.Zu Beginn ihrer Karriere waren ANTHRAX noch eindeutig vom NWOBHM beeinflusst, in den darauf folgenden Jahren entwickelten sie sich aber hin zu einer reinen Thrash-Metal Band. Dennoch gilt "Spreading the Disease" heute zu einem der wegweisenden Alben dieses Genre und darf sicherlich zu den Klassikern gezählt werden. ANTHRAX revolutionierten damals die Musikszene mit diesen pfeilschnellen, ruppigen Gitarrenriffs und diesem mörderischen Tempo, das dafür sorgte, dass der "Anthrax"-Virus sich in Windeseile unter den Kuttenträgern verbreitete.Trotz aller Geschwindigkeit bestachen die Songs durch starke Melodien, die einen sofort mitrissen, und in Feisch und Blut übergingen. Das hatte damals schon was und auch heute noch gilt dieses Album unter Freunden der gepflegten Hochgeschwindigkeits-Musik als Kultalbum.Ich denke nicht, das man über das Songs großartig schreiben muss, jeder der diese Art von Musik mag, wird dieses Album sowieso lieben und in seinem Regal stehen haben. Songs wie "A.I.R.", "Madhouse", "Aftershock", "Armed and Dangerous", und vor allem "Medusa" und "Gung-ho", dürften jedem Metalhead eigentlich bekannt sein. Es würde mich schon wundern, wenn diese Granaten nicht schon in der Vergangenheit für reichlich Nackenschmerzen gesorgt hätten.Mein Fazit: Ein Klassiker der Musikgeschichte, der dafür sorgte das ANTHRAX in kürzester Zeit zur Speerspitze des Thrash-Metal aufstieg. Ein tolles Album, das ich jedem Freund dieses Genres ans Herz legen möchte - eigentlich darf es in keiner Sammlung fehlen!Ich höre mir eben zum 20. Mal den Song "Medusa" an - HAMMER .............. aber der Nacken - AUA!
....zurück in die Jugend- und Ausbildungszeit, als wir dieses Album nur auf Vinyl erhalten konnten (1986). Nach vielen Jahren bin ich nun dabei, meine CD Sammlung mit den damals angesagten Bands aufzufüllen und die Lücken zu schließen. Obwohl für meine Ohren nach wie vor supercool und schnell, kann es sein, daß die heutige Jugend mit dieser Musik nichts anzufangen weiss. Sei es nun, weil heute noch schneller und lauter gespielt wird, aber Qualität drückt sich nicht immer in Schnelligkeit und Lautstärke aus. Es war der Anfang des Speedmetals und natürlich gibt es gewisse Weiterentwicklungen. Allerdings muss ich feststellen, dass das, was heute als Heavy Metal angepriesen wird, eigentlich nur unmelodiöses Gegröhle untermalt von ebenso unmelodiösen und unpassenden Gitarrentonfetzen ist. Irgendwie war sie einfach cool die Zeit, die 70er und die 80er. Und sich mittels einer CD in diese Zeit zurückzuversetzen ist eine wirklich preiswerte Alternative. Mein Lieblingsstück von dieser CD? Natürlich das, was die meisten als bestes Stück dieses Albums bezeichnen würden: MADHOUSE!