Menuhin war ein wirkliches Wunderkind. Das Violinspiel flog ihm so zu. Mit 13 Jahren an Abend drei Konzerte der grossen B zu spielen, Bach, Beethoven, Brahms, war das eine, das andere, Stücke, die auf dieser CD versammelt sind. Ein Virtuosenstück nach dem anderen. Atemberaubend gespielt, als Showstück,ohne jede Hemmung sein Können auspielen. Man höre nur einmal La Ronde des Lutins des jungen Menuhin, noch nicht 18, und zum Vergleich etwa Vengorow, der es als " reifer" Geiger einspielte. Menuhin spielt nicht nur schneller, sondern eine Klasse virtuoser, er kann einfach alles, Doppelgriffe,Flageolett,Läufe in aberwitziger Geschwindigkeit. Jammerschade, dass er die Paganini-Konzerte nicht zu dieser Zeit eingespielt hat. Nach seiner Krise ist er auf dieses Repertoire nicht mehr zurückgekommen. Der virtuose Menuhin, das ist derjenige von seinem zwanzigsten Lebensjahr. Welche Virtuosität dieser Geiger besass,ob es nun Paganini oder Wieniawski,Bazzini ,de Falla oder Ravel war, hier sind alle diese Zirkusstücke versammelt. Schade, dass die Aufnahme nicht besser bearbeitet ist. Das könnte man heute rauschfreier hören. Kleiner Punktabzug.