Die ganze Klaviermusik Mompuos findet sich in der Einspielung von Mompou selbst, die er 1974 im hohen Alter von 81 Jahren veröffentlicht hat. Seit dem ist Mompuos Musik besonders in der jüngeren Vergangenheit von einer zunehmend größeren Zahl von Interpreten aufgenommen worden; zunächst im Umfeld seiner Heimat Spanien aber dann auch darüber hinaus. Besonders sein Magnum Opus, die Musica Callada, die Musik der Stille, ist häufig zu hören. Hier seien die Aufnahmen von Herbert Henck, aufgenommen 1993, Yosep Colom ebenfalls 1993/94 erwähnt. Oder Aufnahmen von Olena Kushpler der Canciones und Impresiones intimas. Aber auch die gänzlich fehlinterpretierte Aufnahme des Tastenlöwen Volodos mit einer Auswahl von völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Stücken aus dem Gesamtwerk. Mompou hat immer in Reihen geschrieben, die einen inneren Zusammenhang haben.Diese Aufnahme fasst Stücke zusammen, die nicht ausschließlich für das Klavier geschrieben wurden und sehr selten oder gar nicht aufgeführt wurden. So das Ballett Don Pimperlin von 1955, bei dem Mompou an der Instrumentierung scheiterte und sie schließlich mit seinem Freund Xavier Montsalvatge vollendet hat. Ein kurzes Ballet von 1949 für das Klavier, einige der Mompou-typischen kurzen Stücke aus verschiedenen Schaffensperioden in teilweise kammermusikalischer Besetzung, die nie veröffentlicht wurden sowie 3 kurze Stücke für 4 Hände aus dem Jahre 1978. Die Interpretation ist technisch und klanglich einwandfrei wenn auch nicht übermäßig inspiriert. Allerdings handelt es sich auch nicht um die reifsten Partien aus dem Werk Mompous. Im Gesamt Werk der Einspielungen ist dies eine gute Ergänzung.