Daß BACHs Sohn aus erster Ehe sämtliche Grundkonzepte des Vaters mitbrachte, zeigt sich in diesen minutiös & exakt aufgebauten Rondos und Sonaten mit ihren beinahe mathematisch formierten Stakkatos. Faszinierend der Ablauf und die Reihenfolge sämtlicher Einspielungen. Die Soli heben sich dabei hervorragend heraus und brillieren in barocker Vielfalt und filigraner Virtuosität, was bei diesem Komponisten ja auch erwartet werden kann. Auch durch den eher unbekannten Pianisten CHRISTOPHER HINTERHUBER wird man mit seinen sauberen Tempi bestens beeindruckt! Da formt sich was ...
★★★★★
ein kunde aus düsseldorf
02.08.2023
amazon.de
mit glasklarer und geschmackvoller artikulation, viriler sonorität, temperament und packendem zugriff gibt hinterhuber eine wunderbare interpretation dieser bahnbrechenden kompositionen. hierzu liefert die aufnahmetechnik das passende vehikel mit exzellenter durchhörbarkeit und der genau richtigen mischung von intimität und glanz. immer wieder hören und schwelgen ...
Der zweitälteste Bach-Sohn, als "Originalgenie" zu Lebzeiten bekannter als sein Vater, war ein großer Experimentator auf dem Klavier, das sich sozusagen unter seinen spielenden Händen ständig weiter entwickelte. Viel von dieser Experimentierfreude, auch von der ständig beschworenen Leidenschaft, den starken Affekten, die C.P.E.s Musik ganz charakteristisch machen, ist in dieser überaus gelungenen Aufnahme zu hören. Christopher Hinterhuber ist ein junger österreichischer Pianist, der hoffentlich "in der Welt von sich reden machen" wird, wie Mozart angeblich über Beethoven gesagt haben soll - beide Komponisten waren, wie auch Haydn, stark von Bach junior beeinflusst, auch wenn diese Einflüsse Beethovens oft aufgewühlter, drängender Klaviermusik deutlicher anzumerken sind. Wer also Haydn-Sonaten und den ganz frühen Beethoven schätzt, darf hier interessantes "Neuland" erobern - in einer auch technisch gelungenen, klar und voll klingenden Einspielung, die m.E. sogar Pletnevs etwas eisige DG-Aufnahme mit anderen C.P.E.-Bach-Werken aussticht. Schön, dass wir beide haben!