Ich kann nur jedem, der sich von dieser CD begeistert zeigt, zustimmen. Man möchte dieses Repertoire, das von allen mehr oder weniger großen Hornisten - vor allem Vater und Sohn Brain und Barry Tuckwell - eingespielt wurde, eigentlich nie wieder auf einem anderen Instrument hören als dem Wiener Horn, das der in Fachkreisen wie ein Guru verehrte Wolfgang Tomböck hier spielt. Die heroischen Töne im Schumann-Allegro kontrastieren mit der Weichheit und Sinnlichkeit des Hornklangs im Brahms-Trio, das ich so schön und zugleich so voll Feuer und Energie noch nie gehört habe. Fachleute wissen, daß der Klavierpart in der Beethoven-Sonate und bei Brahms den anderen Instrumenten an technischem Anspruch überlegen ist. Also kann man vor der Pianistin Madoka Inui, einem sensiblen Temperamentpaket, nur alle Register der Bewunderung ziehen. Eine etwas ausführliche, aber hörenswerte Zugabe: das Schubert-Lied "Auf dem Strom".
Den musikalischen Inhalt haben meine zwei Vorrezensenten ja bereits gewürdigt.Aber der Kauf eines Tonträgers sollte auch tontechnisch dem heutigen Stand der Aufnahmetechnik entsprechen.Für mich ist es einfach ärgerlich, wenn die Kunst der Musiker im Konzertsaal oder im Studio nicht mit höchster Akribie,unter Mißachtung der heutigen technischen Möglichkeiten auf einen Tonträger projeziert wird.Was im November 2003 im Wiener Funkhaus des ORF an guter Musik und entsprechender Akustik entstand,klingt selbst auf einer hochwertigen HI-FI-Anlage stumpf und breiig.Das kann weder im Sinne der Musiker und auch nicht zufriedenstellend für die Ohren der hörenden Konsumenten sein.