Die andalusische Metropole Sevilla wird während der Karwoche 2000 von Attentaten und Mordanschlägen erschüttert. Hauptbetroffene sind Mitglieder der religiösen Bruderschaften, die die traditionellen Prozessionen ausrichten. Hinweise auf die kriminellen Aktionen werden einem jungen Schriftsteller (Eduardo Noriega) zugespielt, der daraufhin zusammen mit einer Zeitungsreporterin (Natalia Verbeke) die Spur aufnimmt und dabei in ein Wespennest sticht. Bald muss er erkennen, dass er nicht ohne Grund als Kontaktperson ausgewählt wurde. Mateo Gil, bisher als Drehbuchautor bekannt, inszeniert einen spannenden Thriller, der als eine Art Spiel mit strengen, aber schwer durchschaubaren Regeln aufgebaut ist. Der sehenswerte Film besticht durch seinen Stilwillen und die Kunstfertigkeit, die spanische Form des Katholizismus geschickt in die Handlung einzubinden. Überzeugend das Spiel des jungen Eduardo Noriega in der Hauptrolle; auch die 24-jährige in Spanien lebende Argentinierin Natalia Verbeke gefällt mit ihrer Darstellung.