★★★★★
k.A.
12.05.2026
ean-shopping.de
Eine absolut bewegende und eindringliche Darstellung des Ersten Weltkriegs, die mich tief berührt hat. Die Darstellung der Erfahrungen von Paul Bäumer und seinen Freunden ist meisterhaft und sehr lebendig.
★★★★★
k.A.
12.05.2026
ean-shopping.de
Eine absolute Meisterleistung, die mich tief berührt und zum Nachdenken anregt. Die Darstellung des Krieges und der menschlichen Erfahrung ist unglaublich eindringlich und lebendig.
Passend zum Heimkinostart des ganz hervorragenden Films „1917“, der zwei britische Soldaten, scheinbar ohne Schnittszenen, durch ein Schlachtfeld der Westfront begleitet, lohnt es sich auch mal wieder die Verfilmung von Erich Maria Remarques Klassiker anzusehen. Das Buch ist so bewegend und bringt den Ersten Weltkrieg so gut auf den Punkt, das dessen Lektüre allein genügt, um den Wehrdienst zu verweigern. Somit ist es kaum verwunderlich, dass es im Dritten Reich verboten war.Aus heutiger Sicht ist dieser US-amerikanische Fernsehfilm von 1979 immer noch sehr sehenswert und bestens gealtert so wie es auch für den zeitlosen Roman gilt. Das lässt sich über die Verfilmung von 1930 in schwarz-weiß nicht behaupten. Zwar wirken einige Kampfszenen eher wie Laientheater, aber nach einem unterfinanzierten Fernsehfilm deutscher Machart wirkt Delbert Manns Film nicht. Der bekannteste Darsteller ist Ernest Borgnine als väterlicher Soldat Stanislaus Katczinsky. Die Stimmung des Buchs trifft der Film sehr gut, auch weil Hauptfigur Paul Bäumer (Richard Thomas) immer wieder als Erzähler, wortgewandt den Alltag an der Front schildert. Lakonisch wird beschrieben, wie sehr das Überleben im Krieg von Zufällen abhängt und wie eintönig und abstumpfend der Dienst an der Waffe ist.Erzählt wird die Geschichte junger Abiturienten, die sich freiwillig melden, um Soldaten im Ersten Weltkrieg zu werden. Fast keiner von ihnen wollte Berufssoldat werden, sondern Pfarrer, Ingenieur oder andere Berufe ergreifen. Einige der älteren Kameraden wollen einfach nur den Krieg heile überstehen und zurück zu ihren Familien und ihren alten Berufen als Bauer oder Schuhmacher. Die Figuren werden durch die Einsätze an der Front und in Rückblenden am letzten Schultag und während der Grundausbildung gezeigt. Schon früh verlieren sie einen Kameraden und einer seiner Mitstreiter sichert sich noch schnell dessen guten Stiefel, den einem Lebendem nutzen sie mehr als einem Beinamputierten, den die Ärzte verloren geben müssen. Anfangs sind die jungen Deutschen noch erschüttert, wie etwa ein Pferd im Granathagel unter Qualen langsam stirbt, später werden die Männer immer abgeklärter und der Verlust der halben Kompanie bedeutet in dem Moment in erster Linie doppelte Rationen Essen, Alkohol und Tabak.Der Film zeigt den Ersten Weltkrieg in all seinen Facetten, von der anfänglichen Kriegsbegeisterung über neue Techniken wie Flammenwerfer, Giftgas, Luftangriffe, Maschinengewehre und Panzer. Es gibt Idealisten, die einer größeren Sache dienen wollen. Es gibt Menschen, die ihre Pflicht tun wollen. Aber auch diejenigen, die panische Angst haben und in die Psychiatrie müssen. Und es gibt diejenigen, die im bürgerlichen Leben ganz kleine Lichter waren und die sich nun dank Uniform überlegen fühlen dürfen und ihren Sadismus ausleben können wie der Postbote und Reservist Himmelstoss (Ian Holm), der Antagonist der Gymnasiasten. Was der Film aber wohl am eindeutigsten transportiert ist eine Anklage, nämlich darüber, wie sinnlos in diesem Krieg Leben vergeudet wurden und wie austauschbar Menschen damals offenbar für Generäle und Staatsoberhäupter waren.