Die letzte Bewertung scheint ja eine lange Zeit vergangen zu sein, was umso trauriger ist die Tatsache, dass kaum jemand etwas vom Lebenswerk des Terje Bakken alias ,,Valfar" mitbekommen hat.Deswegen ist es für mich wichtig das Andenken an ihn zu bewahren für die einzigartige und herausragende Musik die er zu seinen Lebzeiten komponiert hat.Dies ist das 3te Album Windirs. Hier entschied man sich nur den Text in Englisch zu verfassen anstatt dem gewohnten norwegischen, um auch Leute ausserhalb Norwegens dafür zu begeistern.Für meinen Teil muss ich sagen ich bevorzuge lieber die Texte auf Norwegisch da es sich viel authentischer und brutaler anhört als das seichte Englisch, jedoch ändert es nichts daran wie gut die Lieder zum ersten Mal als Kapelle eingespielt wurden. Vorallem die Lieder ,,Destroy" , ,,Todeswalzer" mit den wunderbaren Keyboard-Einklang und das Meisterwerk und eins der besten Metallliedern die je gespielt wurden ,,Journey to the End" stechen hier besonders hervor.Vom Stil ist es grundlegend Wikingerrischer-Schwarzmetall mit völkischen Klängen und Melodien die atmosphärisch durch Gitarre und Keyboard zur Geltung kommen. Jedoch von ihrer Erscheinung in der Form mir wirklich nur von Windir mir bekannt ist und nicht in irgendeinerweise von anderen Musikgruppen abgekupfert ist, so das die Stilbezeichnung dem noch nicht richtig gerecht wird, deswegen ist es wie von Valfar selbst beschrieben ,,Sognametal" benannt nach seiner Heimat.Windir schafft es den eisigen Klang Norwegens wiederzugeben wie meiner Meinung nach keine andere Kapelle,da es kein sinnloses Draufgedräsche beeinhaltet,der im Schwarzmetall üblich zu hören ist, wo nicht die geringste Form von Kreativität und emotionale Atmosphäre zu vernehmen ist.Für die typischstupide Spaßmetalbewegung wo es um dem Suff und Hauptsache es spielt immer der gleiche eintönige Dreck der zum Saufen und sinnlos ,,Pogen" animiert,ist dieses Kunstwerk an Musik sicherlich nichts, da solchen Leuten das Organ fehlt um diese Werke begreifen zukönnen.Für Bewunderer des Heidnischen, Völkischen und Schwarzmetalls ist Windir einer Bildungslücke gleichkommend und wärmstens zu empfehlen.
Nach dem ersten Hören bleibe ich etwas unschlüssig zurück: Ist das nun Black Metal, Pagan Metal oder keines der beiden? Für Black Metal klingt manches ungewohnt (Akkordeon, Keyvoard-Spielerein) für Pagan Metal jedoch dominiert der Black Metal doch zu sehr in den keifenden Vocals und den wuchtigen Gitarren-die Texte sind außerdem Black Metal pur.Da "1184" jedoch zuallererst der Ausdruck eines starken Willens ist (der von Bandleader Valfar, R.I.P.) greift jedes Schubladendenken zu kurz. Die Songs sprechen jedoch für sich-kalte Synths treffen auf nordische Raserei und heldenhafte Tenöre. Der Opener "Todeswalzer" (mit einer Clean Vocals-Passage in Deutsch) macht es vor, weitere Highlights sind "The Spiritlord", "Heidra", der Titelsong "1184" und "Black New Age". Der letzte Song der Scheibe "Journey to the End" fängt zwar ganz passabel im Midtempo-Bereich an, verliert sich aber dann in überlangen Synth-Spielerein, die den Gesamteindruck des Albums etwas trüben, zumal sie nicht so rauh gehalten sind wie ähnliche Passagen aus "Heidra" und "Black New Age".. Weniger wäre da mehr gewesen...Doch sitzt jetzt Valfar wahrscheinlich in Valhalla und lacht sich über die genervten Fans kaputt...