1999 erschien dieser Film, der ein Muss für jeden Football-Fan ist. Allein die Besetzungsliste spricht Bände. Al Pacino spielt den trägen, in die Jahre gekommenen Coach Tony D‘Amato. Jamie Foxx brilliert in seiner ersten großen Rolle als aufstrebender Quarterback und macht dem etablierten Quarterback Dennis Quaid die Position streitig. Cameron Diaz mimt die launische Clubbesitzerin. Dazu gesellen sich LL Cool J und Aaron Eckhart, die in ihren Nebenrollen zu überzeugen wissen.Der Film stellt auf realistische Weise dar, welche Abläufe und zwischenmenschliche Beziehungen in einem Football-Team zum Sieg oder zur Niederlage führen können. Hier wird nichts geschönt und unbequeme Aspekte wie Rassismus oder Invalidität nach der Profi-Karriere werden thematisiert. Verschiedene Handlungsstränge werden geschickt miteinander verwoben.Der junge Quarterback Beamen erhält eine Chance, da sich der erste Quarterback Rooney und dessen Backup verletzt haben. Beamen nutzt diese und modernisiert das Spiel des bislang recht erfolglosen Teams. Dies missfällt Coach D’Amato, der langsam aber sicher bemerkt, dass ihm die Zügel entgleiten. Derweil backt Clubbesitzerin Pagniacci eigene Brötchen und versucht alles um den Verein zu ihren Gunsten umzubauen. So entwickelt sich eine typische Sportfilmstory, die aber im Vergleich zu manch anderem Streifen aus dem Genre, alles andere als glattgebügelt und angepasst ist. Mit schonungsloser Offenheit wird dargestellt, wie der Erfolg den neureichen Jungprofis zu Kopf steigt, wie rücksichtslos die mediale Berichterstattung erfolgt und dass in der Führung der Clubs Geschäftsinteressen vor dem sportlichen Erfolg stehen. Zusätzlich dient der Film als Lehrstück für Teamgeist und Zusammenhalt, wobei die Folgen von Alleingängen nicht ausgeklammert werden.Im Gegensatz zum kürzlich besprochenen "Blind Side", der mehr auf persönliche Schicksale setzt, steht bei „An jedem verdammten Sonntag“ das Team und der Sport im Mittelpunkt. Sowohl die Spielszenen als auch die Abschnitte aus den Privatleben der Protagonisten wirken sehr authentisch. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass keine realen Teamnamen und Titel verwendet werden. Die NFL erteilte leider keine Lizenz zur Verwendung der richtigen Namen und Embleme, da ihr der Film die Abläufe wohl zu schonungslos darstellt. So spielen eben die Miami Sharks gegen die Dallas Knights, an Stelle der Dolphins gegen die Cowboys. Das NFL-Symbol ist nirgends zu finden und der Superbowl wird zum Pantheon-Cup. Dadurch geht etwas an Atmosphäre verloren, es schadet der grundsätzlichen Qualität des Filmes aber nur wenig.Bei „An jedem verdammten Sonntag“ handelt es sich für mich nicht nur um den besten Football-Film, sondern auch um den besten Sportfilm. Hier wird nichts geschönt oder weichgespült, sodass ein nahezu perfekter Einblick in ein Profi-Footballteam gewährt wird. Trotzdem fiebert man bis zur letzten Minute mit dem Team mit und nimmt an dessen Erfolgen und Misserfolgen teil.
"An jedem verdammten Sonntag". Wie der Filmtitel schon sagt, ist es für Trainer, Spieler und Verantwortliche eines großen Clubs oftmals mit gemischten Gefühlen zu betrachten - der "verdammte Sonntag".Ein Club, bei dem hinter der Kulisse wild verhandelt wird - Zügel gehalten von Club-Besitzerin(Cameron Diaz)Ein Trainer (Al Pacino) dem das Vertrauen in seine Fähigkeiten nicht mehr geschenkt wird.Ein in die Jahre gekommener Star-Quarterback der sich schwer verletzt.(Dennis Quaid)Und der Ersatz-Quarterback Will Beamen (Jamie Foxx) der nach der Verletzung des eigentlichen Quarterbacks groß aufspielt.Es werden geschickt die Probleme die, sowohl durch Erfolg als auch Misserfolg eines Teams, entstehen erzählt. Die Star-Alluren junger Stars, in die Jahre gekommene Alt-Stars die mit ihrer Moral zu kämpfen haben, ein Erfolgstrainer der mit Macht versucht seine Autorität gegenüber Spieler und Vorstand zu verteidigen.Für mich ein sehr sehenswerter Film! Das liegt nicht nur an der Geschichte, die Sportinteressierte insbesondere mögen werden, sondern auch an der Rollenbesetzung.