The Heroes...Nach der herausragenden Trilogie und dem immer noch sehr guten "Best served cold" ist "The Heroes" das neue Einzelbuch von Joe Abercrombie.Ich würde sagen, dass es ein typisches Buch des Autors ist - jede Menge Gewalt(sprache), bissige Sprüche, vielschichtige Charaktere und natürlich alles überschattet vom Irrwitz des Krieges und den Intrigen der Magi.Doch leider bedeutet typisch in diesem Fall auch, dass der Leser mittlerweile gewisse Parallelen zwischen den Büchern bemerkt. So zeigt sich z.B. das Heer der Union wieder mal von seiner unorganisiertesten Seite - und so langsam fragt man sich doch, wie die Union es immer wieder schafft, Kriege zu gewinnen, wenn sie derart schlecht ausgerüstet ist und nur imkompetente Anführer hat.Außerdem scheint es, dass Abercrombie wieder einen Zyniker im Stil von Inquisitor Glokta haben wollte und sich dafür Bremer dan Gorst ausgesucht hat. Doch leider ging dieser Schuss nach hinten los, denn die Sprüche von Gorst wirken größtenteils so, als habe der Autor versucht, auf Teufel komm raus eine bösartig-witzige Komponente ins Buch einzubauen.Zudem zeigt sich zwar innerhalb der Erzählwelt eine glaubwürdige Entwicklung der Geschichte, doch leider kommt diesmal die Fantasyseite mit Magie, Dämonen usw. viel zu kurz.Alles in allem also leider ein noch schwächeres Buch als "Best served cold". Was fehlt ist die Originalität, der treffende Zynismus und die seelischen Abgründe der Charaktere der Trilogie. Leider reicht es diesmal nicht mehr für die 5-Punkte-Bewertung, doch ich hoffe, dass Abercrombie wieder zu seiner alten Form zurückfindet. Lieber sollten es ein paar Bücher weniger sein, aber dafür den Qualitäten entsprechend, für die der Name Abercrombie steht.