Bevor ich auf den Inhalt des Buches eingehe, möchte ich erst einmal ein paar Worte zur signierten Ausgabe sagen. Bei dieser Ausgabe handelt es sich um ein wunderschönes Hardcover mit matt leuchtendem Schutzumschlag. Das Format ist ein wenig ungewöhnlich (ich hatte noch nie ein SO hohes englisches Buch im Regal stehen), sieht aber trotzdem sehr edel aus. Die Signatur befindet sich auf der rechten Seite vor der Haupttitelseite und ist ziemlich... nun ja. Mir ist bewusst, dass Frau McGuire bestimmt recht viele Bücher signieren musste, aber anhand der Unterschrift (mit Kuli unterschrieben) kann man nicht mal erahnen, dass es ihr Name ist, der darin steht. Allerdings lohnt sich die Anschaffung dieser Ausgabe wie gesagt schon auf Grund der wunderschönen Aufmachung.Nun zum Inhalt des Buches:Inhalt:Gemeinsam mit ihrer besten Freundin America versucht die 18jährige Abby Abernathy ein neues Leben zu beginnen, in dem sie Kansas verlassen und ein Studium an der Eastern University beginnen. Bei einem Wettkampf lernt Abby den seit Jahren unbesiegbaren Frauenschwarm Travis Maddox kennen, den sie jedoch mehr als abstoßend findet. Doch er ist der Cousin von Americas festem Freund Shepley und somit sind die Begegnungen unvermeidbar. Trotz Travis schmutziger Art, jedes Mädchen, was ihm in die Finger kommt, für ein One-Night-Stand abzuschleppen, gelingt es ihm, sich mit Abby anzufreunden. Letztendlich lässt sich Abby auf eine Wette mit Travis ein, die ihr beider Leben völlig auf den Kopf stellt.Fazit:„Beautiful Disaster“ stammt aus der Feder von Jamie McGuire und schildert die Sicht der Protagonistin Abby Abernathy, während sich der zweite Band „Walking Disaster“ mit der Sicht von Travis Maddox beschäftigt.Abby Abernathy hat gerade erst ihr Studium an der Eastern University begonnen und versucht, ihr Leben als Erstsemester-Studentin vollkommen auszukosten, als sie auf Travis Maddox trifft, der ihre Welt bis auf die Grundmauern erschüttert. Obwohl sie mit Hilfe des Studiums und dem Umzug ein neues Leben anfangen möchte, kommen immer wieder die schlechten Erinnerungen aus dem früheren Leben hoch, welches sie eigentlich hinter sich lassen wollte.Ihre beste Freundin America hat sie begleitet und wird von Abby liebevoll als ihr Gewissen betrachtet. Sie ist unheimlich aufgeweckt und aufgeschlossen und liebt ihren Freund Shepley über alles. Da dieser mit seinem Cousin Travis in einer Wohnung lebt, ist sie mit seinem merkwürdigen Lebensstil bereits bestens vertraut. Abby hingegen kann damit nur sehr schlecht umgehen und verurteilt Travis gerne für seine Schandtaten.Travis ist der Frauenschwarm schlechthin – und es gibt fast keine weibliche Studentin, mit der er nicht bereits geschlafen hat. Außer Abby. Und sie will er. Doch sie will ihn nicht. Regelmäßig bestreitet er Wettkämpfe, in denen er sich mit anderen prügelt, und verdient damit als ungeschlagener Champion neben seinem Studium seinen Lebensunterhalt. Doch als Abby in sein Leben tritt, ändert sich auch für ihn eine Menge und vor allem lernt er Gefühle kennen, die er eigentlich für nicht existent gehalten hat.Die Geschichte rund um Abby und Travis ist wahrlich ein Desaster. Immer wieder machen es sich die beiden so schrecklich kompliziert, obwohl sie einfach nur den Mund aufkriegen müssten. Beiden könnte man regelmäßig Ohrfeigen verpassen, so blöd und ungeschickt stellen sie sich an und trotzdem muss man sie einfach mögen. Auf fast 460 packenden Seiten erlebt man einen Wirbelsturm der Gefühle, leidet mit, freut sich und ist teilweise auch stinksauer auf die beiden Protagonisten, da sie sich einfach nur unheimlich dämlich anstellen. Es ist unheimlich schwer, die Gefühle zu beschreiben, die man beim Lesen dieses Buches empfunden hat und vor allem der Begeisterung dafür die richtigen Worte zu verleihen.Dieses Buch hat mich gefesselt – im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich habe noch nie ein 460-Seiten starkes Buch an einem Tag verschlungen. Für dieses habe ich gerade mal knapp 10 Stunden gebraucht – und diese musste ich am Stück lesen, da ich „Beautiful Disaster“ nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Seiten flogen förmlich so dahin und durch den angenehmen und fließenden Schreibstil der Autorin lässt es sich sehr schnell lesen. Obwohl es wieder einmal an äußerlichen Beschreibungen der Charaktere mangelte, spielte sich in meinem Kopf ein perfektes Kopfkino ab und ich wurde vollkommen in die Welt dieses Buches eingesogen. Ohne zu übertreiben kann ich auch behaupten, dass dieses Buch eindeutig zu den besten Büchern, die ich je gelesen habe, gehört. Dieses Wechselbad der Gefühle und der ständige Schlagabtausch zwischen diesen zwei blinden jungen Erwachsenen, die sich doch eigentlich so sehr wollen, es aber einfach nicht begreifen wollen, sind sowohl energiegeladen, als auch unheimlich unterhaltsam. Für Fans von Simone Elkeles ist dieses Buch ein absolutes Must have.Was ich allerdings bemängeln muss, sind die furchtbar dämlichen Namen, die mich auf den ersten 100 Seiten sehr gestört haben. Wer bitte nennt sein Kind denn America, Shepley oder Brazil? Ich musste mir immer wieder vorstellen, wie America bei der Miss America-Wahl auftritt und gewinnt… „Und die diesjährige Siegerin der Miss America-Wahl iiiiiist… America!“ – ohje!Geballte Emotionen, eine abwechslungsreiche und spannende Handlung, sowie absolut hinreißende Charaktere machen „Beautiful Disaster“ zu einem außergewöhnlichen und wirklich sehr schönen Buch, welches ich jedem unbedingt ans Herz legen möchte.
Die neue Abby Abernathy ist ein gutes Mädchen, dass weder trinkt noch flucht oder sich sonst auffällig verhält. Abby glaubt mit den Beginn ihres Studiums ihre dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch sie hat nicht mit Travis Maddox gerechnet, den Ladykiller der Eastern University. Der attraktive Badboy verbringt die Nächte mit illegalen Kämpfen, während er tagsüber reihenweise Herzen bricht. Als Abby sich von seiner Anziehungskraft unbeeindruckt zeigt, bringt er sie zu einer kleinen Wette: Wenn er verliert, muss er einen Monat lang abstinent bleiben. Wenn Abby verliert, muss sie die gleiche Zeit in Travis Apartment leben. Doch Travis hat keine Ahnung, wen er damit herausgefordert hat.Zentrales Element der Geschichte ist Ich-Erzählerin Abby selbst. Ihre Vergangenheit liegt wie ein ständiger Schatten über ihr, doch obwohl wir das Geschehen aus ihrer Perspektive beobachten, erfährt der Leser nur sehr langsam mehr von ihr. Sie ist Travis gegenüber sehr skeptisch eingestellt und kann sich nicht wirklich auf ihn einlassen, auch wenn sie sich sehr stark zu ihm hingezogen fühlt. Travis hingegen glaubt fest daran, dass Abby die Eine für ihn ist und ist nicht bereit sie gehen zu lassen. Er wirkt dabei oftmals wie ein unberechenbarer Vulkan, der jeden aus dem Weg fegt um seine Ziele zu erreichen - sei es Freund oder Feind. Zusammen ergeben sie ein Duo Infernale, welches sein ganzes Umfeld mit ins Unglück reißt. Kann es ein glückliches Ende für sie geben?MeinungDies ist keine zarte Jugendliebe, sondern ein destruktiver Rausch, welcher den Leser umschlingt und mitnimmt in die Untiefen der menschlichen Seele. Abbys und Travis Obsession füreinander ist wie ein Tornado, welcher eine Schneise der Verwüstung hinterlässt. Wenn jemals auf eine Beziehung das Adjektiv ungesund passte, dann auf diese.Die Geschichte beschreibt die Entwicklung ihrer Beziehung, mit ihren gelegentlichen Höhepunkten und all ihren Abgründen - und diese sind zahlreich. Es ist ein qualvoll langer Weg, bis Abby und Travis ihre Beziehung ans Laufen bekommen und bis dahin befindet sich der Leser mit ihnen auf einer Achterbahn der Gefühle. Da kein Mensch für sich alleine existiert, leidet ihr Umfeld gezwungenermaßen mit ihnen. Ihre beiden besten Freunde haben wahrlich kein leichtes Los und dies wird hervorragend beschrieben ohne dass sie zu bloßen Stichwortgebern degradiert werden. Auch die anderen Nebenfiguren sind gut skizziert mit einem Eigenleben und sorgen so für eine stimmige Geschichte. Und als wäre das alles nicht genug, hat die Autorin in dieses Buch so viel Handlung reingepackt, wie andere in eine ganze Trilogie. Kurzum: Diese Geschichte packt einen und lässt einen nicht mehr los.Warum ich dieser Geschichte trotzdem nur vier Sterne gebe, hat vor allem zwei Gründe. Zum einen kann ich trotz aller Faszination für ihre obsessive Liebe diese Art von ungesunder Beziehung absolut nicht gutheißen. Vor allem Travis Verhalten war phasenweise einfach nur noch destruktiv zu nennen und weit entfernt von jeder Art von geistiger Gesundheit. Zum anderen hat mich auch Abbys hin und her mit dem Fortgang der Geschichte immer mehr gestört - für On-Off-Beziehungen hatte ich noch nie was übrig. Außerdem hätte der abschließende Höhepunkt wesentlich schneller kommen können und ich fand ihn in der Form auch eher überflüssig. Das Ende passte zu den Beiden, aber sorgte bei mir nur für Kopfschütteln.FazitDer Titel ist Programm, diese Liebesgeschichte ist eine atemberaubende Katastrophe mit zahlreichen Abgründen.Warnung: Die Autorin hat jede Menge emotionale Minenfelder in diese Geschichte gepackt, welche den Lesern sehr belastend können. Deshalb empfehle ich dieses Buch nur für gefestigte Personen, die nicht Gefahr laufen, in irgendeiner Form getriggert zu werden.