Und wieder beweist Joanne K. Rowling die Kunst viel Phantasie mit Drama zu verbinden. Nicht nur ist der Roman durchgehend spannend, nein, viele Dinge, die wir hier erfahren, sind wirklich interessant, besonders über die anderen beiden magischen Schulen. Die neuen Charaktere sind erneut gut eingeführt und man kann sofort die verschiedenen Persönlichkeiten erkennen. Krum gefällt mir von den neuen am besten, denn Moody lernen wir ja eigentlich erst im nächsten Band kennen. Die Geschichte ist dieses Mal komplizierter als zuvor, verworrener und erstmals ohne Happy End. Auch im dritten Band wandelte Rowling in dieser Hinsicht bereits auf einer schmalen Linie, da der eigentliche Mörder entkam und der falsche verhaftet worden war, allerdings konnte dieser, also Sirius, dank Harry und Hermoine noch entkommen. Dieses Mal sieht es ganz anders aus: Harry kommt knapp mit dem Leben davon, Cedric (den man trotz Harrys Abneigung gegen ihn weil er mit Cho zusammen ist, doch angefangen hatte einigermaßen sympathisch zu finden) stirbt, Voldemort kehrt zurück und Fudge (der nun endlich mehr Profil bekommt) ist so verängstigt, dass er dies einfach nicht wahr haben will, weshalb niemand außer Dumbledore und Snape etwas unternehmen.Dieser Roman stellt mit seinem Climax eine Zäsur dar. Vorbei sind die Kindergeschichten, wobei ich die Handlung hier schon lange nicht mehr als Kindergeschichte bezeichnen will, die Einführung in die magische Welt ist abgeschlossen, auch wenn wir noch einige nette Details in den nächsten paar Bänden erfahren werden, jetzt beginnt die eigentliche Handlung, der zweite Krieg gegen Voldemort. Spätestens ab dem nächsten Buch kann man sagen: Harry Potter ist von einem Kinderbuch zu einer Reihe für Erwachsene geworden. Perfekt, so wächst man mit seiner Leserschaft, ein Hoch auf Joanne K. Rowling für diese Leistung.