★★★★★
k.A.
26.06.2026
ean-shopping.de
Dieses Stück über König Heinrich VIII ist eine unglaublich umfassende und faszinierende Darstellung der theatralischen Geschichte, die man im Shakespeare-Kanon findet. Es ist eine hervorragende Quelle für jeden, der sich für dieses Thema interessiert.
Ich habe ehrlich gesagt noch NIE von diesem Stück gehört. Ich kenne keine Verfilmung und ich habe auch noch nie gesehen, dass es irgendwo (außer vielleicht im Globe) aufgeführt wurde.Ich musste erst mal nachzählen. Bei den Vielen Henry Stücken verliert man ja schon mal den Überblick. Heinrich 8, Lizzies Pappa, ernsthaft? Shakes hat hier also seiner Chefin ein Stück geschrieben, wie sich ihre Eltern kennengelernt haben bis zum Augenblick ihrer Taufe (wo so richtig rumgeschleimt wird).Das Stück selber zieht sich und erinnert an eine Soap Opera. Viele verschiedene Protagonisten, die nur kurz auftauchen. Schnelle Szenenwechsel, viele Szenen. Aufwändig darzustellenden Szenen werden in eine Erzählung eines Protagonisten gepackt. Man versucht mit wenig Mitteln viel Effekt zu erziehlen und es passiert das ganze Stück herzlich wenig. Ein paat Leute werden abgesetzt und sterben, man labert, man feiert. Irgendwie wie "Die Tudors" nur nicht so unterhaltsam.Die Verse sind durchwachsen. Es gibt Szenen und Acte, die lesen sich leicht und locker, wie man es von Shakes gewohnt ist, dann gibt es aber auch Passagen, die sind stilistisch holprig und irgendwie überfüllt, die sind wohl von seinem Co-Autor und Nachfolger.Hat schon seinen Grund, warum das Stück eher unbekannt ist, noch unbekannter als Troilus und Cressida. Es ist einfach ein Stück für die Cefin, damit man sie ein bischen Bauchpinseln kann und Propganda beim Volke betreiben kann im Sinne der Herrscherin. Keine große Kunst, eher Politik.Ja, schon erstaunlich, wie man die schlechten Seiten Heinrichs dezent beiseite lässt und sich zum Schluss eher auf das Töchterlein konzentriert. Köpfen von Chefins Mutter wäre wohl nicht so gut gekommen.Kann man lesen, ist aber eher zäh und belang- und ereignislos.