Peres war der letzte Überlebende des nahöstlichen Friedensprozesses, für den er wie Rabin und Arafat den Nobelpreis erhielt. Er hielt sich bis zuletzt in hohen Ämtern und war die letzte von allen Seiten anerkannte Autorität in Israel. Mit seinem Tod 2015 schwand die Hoffnung, dass die Vernunft und der Frieden letztendlich doch siegen könnten. Seitdem sind die Hardliner an der Macht und das verheißt nichts Gutes.Umso berührender ist seine Lebensgeschichte, die in diesem Buch geschildert wird. 1934 aus Polen eingewandert, ebenso wie Israels erster Präsident Ben Gurion, arbeitete er sich in der Arbeiterpartei nach oben. Er blieb stets einer diplomatischen Raison verbunden, handelte immer für Israel, versuchte aber auch, Brücken zu den Arabern zu bauen.Es wäre schön, würden heutige Politiker sein Vermächtnis hochhalten und in seinem Sinne handeln.Rüdiger Opelt, Autor von "4 Wochen für Franz Ferndinand"