★★★★★
k.A.
10.05.2026
ean-shopping.de
Nathan der Weise ist ein wahrhaft ergreifendes und tiefgründiges Werk der deutschen Aufklärung, das man unbedingt lesen sollte. Die Darstellung von Toleranz und menschlicher Würde ist zeitlos und beeindruckend.
★★★★★
k.A.
10.05.2026
ean-shopping.de
Nathan der Weise ist ein tiefgründiges und bewegendes Gedicht, das die Themen Toleranz und religiöse Gleichheit hervorragend behandelt. Die Anmerkungen zu den Worterklärungen bereichern das Verständnis des Textes sehr.
★★★★★
Bücher-Liebhaberin
12.06.2023
amazon.de
Der Jude Nathan kehrt von einer Reise zurück nach Jerusalem und erfährt, dass seine Tochter Recha von dem Tempelherrn vor einem Feuer gerettet worden ist. Nathan macht sich auf seine Suche, um ihm zu danken, doch der Tempelherr vertritt anfangs Züge des Antisemitismus und will mit Nathan nichts zu tun haben. Recha ist in den Tempelherrn verliebt, doch Nathans Gesellschafterin Daja erzählt dem Tempelherrn über die wahre Herkunft von Recha und letztendlich werden große Zusammenhänge zwischen den Figuren deutlich..."Nathan der Weise" ist natürlich ein Klassiker aus der literarischen Epoche der Aufklärung. Lessing hat dieses Werk geschrieben, um dem Fragmentstreit mit dem Pastor Goeze zu trotzen, der Lessing fortan verbot weiter frei zu schreiben und seine Arbeiten so der Zensur unterliefen. Das dramatische Gedicht ist aufgeteilt in fünf Aufzüge und die jeweiligen und teils zahlreichen Auftritte. Lessing hat noch das ursprüngliche Schema beibehalten mit Einhaltung von Zeit, Ort und Handlung, doch die Orte innerhalb eines Aufzugs wechseln von Auftritt zu Auftritt. Charakteristisch ist hier auch das Benutzen des Blankverses und der Kern des Gedichts bildet die Ringparabel, die nach der Frage der wahren Religion, also Christentum, Judentum oder Islam, um Antwort sucht und Nathan so vor der Figur des Sultans Saladin seine Frage in eine Geschichte, eine Parabel, umwandelt. Lessing verfasste dieses Werk, um sich dem Verbot für das Schreiben von religiösen Schriften zu widersetzen und vertritt also den Deismus und Humanismus, die er in diesem Werk mit der Figur des Nathan und der Geschichte allgemein zum Ausdruck bringt.Ich kann "Nathan der Weise" jedem nur ans Herz legen, ich finde die Geschichte und die Absichten dahinter noch lange nicht so staubig und trocken wie das Werk "Iphigenie auf Tauris" von Goethe, wobei ich sagen muss, dass ich Goethe als Dichter dennoch liebe, da er mich mit "Die Leiden des jungen Werther" vollends überzeugt hat. "Nathan der Weise" ist absolut nicht schwer zu lesen, zumal im Anhang vielerlei Anmerkungen und "Übersetzungen" stehen, die damalige Begriffe erklären, die im Drama vorkommen. Somit kann ich dieses klassische Werk auch Jugendlichen empfehlen und wenn man den Stoff in der Oberstufe noch dazu behandeln kann, dürfte man es als Geschenk erachten, dass einem die deutsche Literatur so nahe gelegt wird mit allen möglichen Erklärungen und Interpretationen, um das Verständnis hierfür zu erleichtern und nicht zu erschweren, und man somit dieses Meisterwerk und rebellische Arbeit gegen die Zensur damals, in literarischer Form durch Lessing, nicht als Zwang ansehen muss.~Bücher-Liebhaberin~