Je fünf Sterne für sein Engagement, seine Ehrlichkeit, seine Offenheit, seine Weit- und Weltsicht, seine Liebe zu Gott und den Menschen.Je fünf Sterne für sein Nicht-verzweifeln an der Starrheit, Welt- und Menschenfremdheit seiner Amtskirche, der er sich auf bewundernswerte Weise trotz allem so verpflichtet und verbunden fühlt.Je fünf Sterne für den Mut, als "Kirchenmann" auszusprechen, was so vielen Gläubigen auf der Seele und in den Herzen brennt und sein tatsächlich Verstanden-haben, dass viele Menschen sich von der Kirche abwenden, WEIL sie glauben, und nicht, weil sie es nicht mehr tun.Fünf Sterne dafür, dass da einer endlich mal kapiert hat, was in und mit den vielen spirituell veranlagten Frauen passiert, die für die Kirche zwar arbeiten dürfen, aber in ihr keine Rechte auf irgendetwas haben. Sie sind für die Amtskirche nicht existent, nicht des liturgischen Dienstes wert und doch gäbe es weder Päpste, noch Kardinäle noch sonst irgendeinen von den "Herren", hätten sie nicht Frauen geboren, großgezogen, sie geliebt und sich um sie gekümmert.Je fünf Sterne dafür, dass Herr Pfarrer Schiessler es auf sich nimmt, gegen diese AMTSkirche anzutreten und für die MENSCHEN einzustehen. Meinen höchsten Respekt hat er dafür, dass er an der Kluft zwischen der Wirklichkeit und den vor den Menschen die Augen, Ohren und Herzen verschließenden Würdenträgern nicht zerbricht.Fünf Sterne für etwas, was man in seelsorgerischen, helfenden, therapeutischen Berufen etc. von im lernen kann, um nicht selbst an seiner Bestimmung, seinem inneren Auftrag zu zerbrechen: Gleichmut und Akzeptanz.Fünf Sterne dafür, dass da einer die "frohe Botschaft", von der die Pfarrer im Gottesdienst immer wieder sprechen, endlich mal so erklärt, dass man sie verstehen kann: Fürchtet Euch nicht! - Darin ist alles enthalten.Vielen Dank, Pfarrer Schiessler, Du hast verstanden. Wenn jetzt die Amtskirche Dein Rufen und Klopfen gegen ihre verbarrikadierten Tore auch noch verstehen würde, hätte sie wirklich eine Chance.
Sehr offenes und nachdenliches Buch von Pfarrer Schießler. Auch wenn Herr Schießler durchaus manchmal eitel wirkt, so kann ich doch als Katholik vieles von dem nachvollziehen, wie er sich als katholischer Pfarrer fühlt und worüber er sich beklagt und sich sorgt. Ja, die Kirche ist oft zu sehr in ihren Strukturen erstarrt. Jesus war da ganz anders, Jesus war nicht angepasst, er hat als Person und mit seiner Botschaft provoziert, im positiven Sinne, sonst wäre seine Botschaft ja nicht so erfolgreich. Die Kirche muss mehr wagen, lebensfroher und experimentierfreudiger werden, ohne den Kern der christlichen Botschaft zu verlieren. Ich glaube, dass Pfarrer Schießler ganz gut darlegt aus seinen Erfahrungen.