Es gibt mittlerweile einige Wallner-Krimis von Andreas Föhr, so auch Schwarzwasser. In jedem Krimi bleibt sich Föhr stilmäßig treu und baut auch sehr viel lokalkolorit mit ein - das ist nicht jedermanns Sache und teilweise sind die Geschichten von Kreutner auch völlig überzogen. Für mich ist es kurzweilige Lektüre, bei der man sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen kann und daher kann ich das Buch für den Urlaub oder für laue Sommerabende auf Balkon oder Terrasse uneingeschränkt empfehlen. Es ist weder blutdrünstig, noch besonders aufregend, aber es liest sich gut und man verliert nie den roten Faden, was bei anderen Krimis durchaus der Fall sein kann.
Mit großer Spannung habe ich die 7. Ausgabe des Tegernseekrimi-Reihe erwartet. Bislang alle Bücher des Autors haben mich angesprochen.Zum Inhalt:Der Schutzpolizist Kreuthner erobert auf einem Faschingsball eine fesche Friseurin und will sich mit dieser vergnügen. Da sein eigenes Haus durch einen Brand beschädigt wurde leiht sich Wallner den Schlüssel eines Hauses, dessen Bewohner verreist sein soll.Es kommt wie bei Kreuthner kommen muss: anstelle einer Liebesnacht findet er eine Leiche.Wie sich herausstellt, gibt es den ermordeten gar nicht, seine Identität ist gefälscht.Es beginnt eine spannende Aufklärung. Der Autor wechselt dabei gekonnt die Erzählperspektiven. Zum einen befindet man sich im Jahr 1996 und es wir die Geschichte eine Strafverteidigers erzählt, der 2. Erzählstrang sind die laufenden Ermittlungen.Dem Autor gelingt es, beide Handlungsstränge gekonnt und logisch zu Verknüpfen.Die Handlung ist spannend und logisch, birgt keinerlei Widersprüche und bringt einige überraschende Wendungen mit sich.Dabei gelingt es dem Autor auch, die bekannten Charakteren weiterzuentwickeln, so dass sich neue Facetten ergeben. Bei Kreuthner kommen auf einmal fast väterliche Gefühle zum Vorschein, bei Wallner und Manfred gelingt dies durch die Rückkehr von Wallners Vater.Es gibt so manche Stelle - vor allem die Szenen am Wirtshaus Mangfallmühle - da bleibt kein Auge trocken, dank Kreuthner. Auch wenn sein Verhalten doch an einigen Stellen überzeichnet wird, so bleibt "Schwarzwasser" ein spannender Krimi.Mein Fazit:Dem Autor gelingt es, eine gute Prise Humor in einen spannenden Krimi zu verpacken. So entsteht ein unterhaltsames, kurzweiliges Buch, das nicht lange braucht, bis die Spannung einsetzt. Man ist wirklich sofort im Geschehen.Ich freue mich auf die nächste Ausgabe.