„Vorsicht Spoiler!“Raoul von Bazerat ist tot krank. Um seinem Leben eine Bedeutung zu geben, begibt er sich nach Rom. Dort möchte er für seine Sünden um Vergebung bitten. Auf dem Weg dorthin wird er in Kampfhandlungen verwickelt, dadurch hilft er einem Kardinal aus Rom. Dieser bietet ihm einen Deal an, damit er einen Sündenablass bekommt. Raoul soll einen Schreiber nach Jerusalem begleiten, damit eine alte Schriftrolle sicher dort abgegeben wird. Diese Schriftrolle ist so wichtig, dass auch der Sultan aus Kairo seine Leute schickt, um diese zu erlangen. Raoul begibt sich auf eine gefährliche Reise und ihm bleibt nicht viel Zeit, denn die Krankheit schreitet schnell fort.Das ist eine Kurzfassung! Es passiert sehr viel in diesem Buch, schließlich hat es fast 500 Seiten. Aber ich möchte euch nicht die Spannung nehmen, indem ihr dass Geschehen schon kennt.Meine Meinung:Die Geschichte steckt voller Wendungen, ist ereignisreich und fesselnd. Das Geschehen ist in Kapiteln angelegt, lässt sich fliesend lesen und die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Das Cover passt ebenfalls zum Inhalt.Das Erste, was mir beim Lesen in den Sinn kam, dass das Geschehen sehr gute historische Züge aufweist. Ebenfalls sind die Begebenheiten gut miteinander verbunden. Das ist einerseits die Historik und dann die Fantasievorgänge.Die Geschichte existiert von ihren vielfältigen Protagonisten. Das ist Raoul, ein Schwertkämpfer ohne jegliche Bindung. Er liebt den Kampf, ebenfalls das Leben. Dann wird er krank und sein Leben nimmt eine andere Entwicklung.Gaspare, der kein behütetes Leben hinter sich hat und seine Freundschaft eine Lüge ist. Oder Harun ibn-Marzug. Er genießt den Lebensstil beim Sultan, indem er die Geflogenheiten in Kairo beeinflusst. Nun muss er auf Annehmlichkeiten verzichten, um auf einen Kreuzzug zu gehen, den er selbst angeregt hat. Desgleichen Kadar, ein Söldner, der keine Gnade kennt, denn er hat selbst keine erfahren. Aber auch eine Frau spielt eine bemerkenswerte Rolle in dieser Geschichte. Jada geheimnisvoll und doch vielschichtig in ihrem Wesen. Es gibt so viele Personen in dieser Geschichte und dennoch sind sie sinnvoll eingebunden, sodass die Begebenheiten den Lesern überzeugen.Desgleichen ist aber das Milieu und die Atmosphäre begeisternd. Es ist wie ein Sog, so überzeugend ist die Darstellung der vielen Positionen. Egal ob das Geschehen in einer Burg spielt, auf dem Basar, in Italien, in Kairo, ob Wüste oder das Schwarze Meer. Farbenprächtig hat der Autor das Geschehen in Worte gepackt.Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, denn sie ist vielfältig, unterhaltend und fesselnd. Von mir gibt es dafür 5 Sterne! Jederzeit wieder, denn es ist eine gute Mischung aus Abenteuer, Fantasie und Historik.Fazit:Detaillierte Beschreibung, sodass jede Szene plausibel dargestellt ist. Ebenfalls sind die religiösen Strukturen gut eingearbeitet, aber auch die Ungleichheiten von Arm und Reich. Desgleichen auch überzeugende Charaktere der Protagonisten. Spannungsgeladen und authentisch!
Wir kennen den sympathischen Autor Christoph Lode auch unter seinem Pseudonym „Daniel Wolf“ – der mit seiner historischer Romanreihe um die Kaufmannsfamilie der Fleurys national, wie auch international einen beachtlichen Erfolg vorzuweisen hat.Der vorliegende Titel: „Die Schwertchronik – Der Gesandte des Papstes“ ordnet sich nicht im Genre „Historischer Roman“ ein. Das Grundgerüst bildet natürlich die Zeit der Kreuzzüge, doch die Handlung ist eher mystisch und phantastisch gemalt.Die Werke kann man bitte auch nicht miteinander vergleichen. In keiner Weise gibt es Parallelen, oder Ähnlichkeiten. Selbst Ausdruck, Stil und Sprache unterscheiden sich so stark, als wäre gäbe es tatsächlich zwei sehr unterschiedliche Schriftsteller.Ein geheimer Auftrag des Papstes führt den jungen Ritter Raoul von Bazerat 1303 nach Jerusalem: Unter dem Vorwand, auf Pilgerfahrt zu sein, soll er das sagenumwobene Zepter des Heiligen Antonius finden. Für den todkranken Raoul ist die Reise möglicherweise die letzte Gelegenheit, seinem bislang recht ausschweifenden Leben einen Sinn zu geben. Doch der Tod könnte den Ritter schneller ereilen als gedacht, denn inmitten von Kriegshandlungen, Intrigen und Machtkämpfen im Heiligen Land ist Raoul ist nicht der Einzige, der das Zepter in seinen Besitz bringen will. Bald sitzen ihm päpstliche Handlanger ebenso im Nacken wie die Söldner des Sultans.Auf einer halsbrecherischen Flucht trifft Raoul auf die Ägypterin Jada. Auch sie hütet ein unfassbares Geheimnis – und kennt als Einzige die Wahrheit über das Zepter des Antonius (Verlagsinfo)„Die Schwertchronik – Der Gesandte des Papstes“ ist ein spannender und unterhaltsamer Abenteuerroman. Ein Roman der Spaß macht, und auch deren mystische Elemente interessant sind – denn hinter jeder Mystik verbirgt sich auch ein wahrer Kern. Auch die Figurenzeichnung kommt natürlich nicht an derer einer Familiensaga an. Zwar sind die Figuren auch vielschichtig dargestellt, aber die Handlung konzentriert sich weniger auf aufschlussreiche und tiefgehende Dialoge, sondern eher auf actionreiche Elemente in der deren öfters man die Klingen gekreuzt werden.Atmosphärisch transportiert Christoph Lode die Spannung recht angemessen. Die Handlung ist leider auch vorhersehbar, sodass es an fast keiner Stelle wirkliche Überraschungen gibt. Auch Nebengeschichten und Figuren gibt es leider nicht. Rückblenden in die Vergangenheit – gerade die der Ägypterin Jada – viel zu wenige. Also auch hier nur eine starke aber gelungene Oberflächlichkeit.Ich vermute auch, dass der Roman dem Autor Christoph Lode viel Spaß gemacht haben dürfte. Das historische Umfeld ist sehr gut recherchiert und beschrieben. Auch die politischen Beziehungen der Länder und die Motive des Papstes, oder des Sultans sind zwar recht frei interpretiert, aber durchaus interessant aufgezeigt.Fazit„Die Schwertchronik – Der Gesandte des Papstes“ von Christoph Lode ist ein spannender Abenteuerroman. Ein Mantel-und-Degen Abenteuer das unterhaltsam ist, aber auch eine Geschichte deren Potenzial, auch durch eine historische Reihe durchaus ausgebaut hätte werden können. Kurzweilige, aber gute Unterhaltung.Michael Sterzik