Anastasia Zampounidis kannte ich vorher nur aus dem Musikfernsehen und fand sie da schon immer sehr sympathisch und authentisch. In diesem Buch erzählt sie wie es sich seit 10 Jahren ohne Zucker lebt. Ich fand es erstaunlich, dass sie damit schon begonnen hat, bevor irgendwer den übermäßigen Zuckerverzehr, als Auslöser für Zivilisationskrankheiten auf dem Schirm hatte. Mit der ihr eigenen Leichtigkeit, erzählt die Moderatorin von ihren Erfahrungen als Zuckerjunkie und die Schwierigkeiten die man bekommt, wenn man sich gegensätzlich zur Gesellschaft verhält.Ich habe es für mich bisher mal einen Monat ohne Zucker versucht und muss zugeben, dass ich Frau Zampounidis in vielen Dingen Recht geben muss. Es gibt ein paar Sachen, die würde ich jetzt für mich nicht anwenden, so bin ich kein Freund der 5 Elemente Ernährung, aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich hatte auch beim Lesen nie das Gefühl mir würden Ernährungsregeln aufoktroyiert, viel mehr habe ich es als einen Erfahrungsbericht gelesen, dessen Wahrheitsgehalt jeder für sich überprüfen kann. Wie er dies dann im Alltag umsetzt ist jedem selbst überlassen. Das Glossar fand ich auch spannend und ein paar Rezepte werde ich auch ausprobieren. Ich habe das Buch förmlich aufgesaugt, was an dem tollen Erzählstil der Autorin lag.Ich fand es eine spannende Erfahrung zu lesen, dass man ohne Zucker auskommen kann und das über einen langen Zeitraum, aber auch dass dies mit Schwierigkeiten im Alltag verbunden ist und welchen weg Frau Zampounidis für sich fand diese zu meistern. Einfach ein tolles Buch, das zeigt es geht auch anders, wenn man will.
Das Buch beschreibt Anastasia Zampounidis Weg weg vom Zucker.Bereits auf S. 24 (exzessives Essen - starke Emotionen) fühlte ich mich angesprochen, werde mitgenommen...Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen aufmerksam gelesen und dabei mit einigen Haftnotizen versehen:So manches möchte ich nochmals genauer nachlesen und besser verinnerlichen!Insgesamt gelang es gut, mir die Vorteile des Zuckerverzichts noch etwas deutlicher zu machen.Zudem haben mich die Argumente bestärkt, mich endlich konsequent mit dem Verzicht auseinanderzusetzen!Besonders gut gefällt mir:Die Authentizität, die ganz persönliche Perspektive! Das "Hey, es geht..."!Anastasia (die nur ein paar Jährchen älter als ich und deren Größe und Gewicht identisch mit dem meinem ist;) sprang nicht auf irgendeinen Zug auf und fährt nicht in jedem mit (so verweigert sie sich z.B. Smoothies und sagt zu Kohlenhydraten wie Vollkornnudeln ja).Ihr Erfahrungsbericht im lockeren Schreibstil kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus. Man liest unter"Alles kann, nichts muss! Achte und höre (wieder) auf DEIN Körpergefühl!"Mir gefallen Sätze wie"Finden sie ihr persönliches Lieblingsnahrungsmittel, das ihnen gefühlt eine Umarmung gibt. Probieren sie..."-> Vielleicht sind es schlicht Mandeln oder Medjool Datteln mit Walnuss, vielleicht die Glückspralinen oder der Bananenkuchen á la Mama, vielleicht die Müsliriegel oder ganz anderes...(Ausprobieren: Bei Mandeln oder Nüssen ist bei mir die Packung leer... eine Dattel stillt oftmals meinen Süßhunger).Was mir fehlt:Anastasia schreibt, sie habe sich am Anfang ihres zuckerfreien Wegs eine Liste mit garantiert zuckerfreien Lebensmitteln zusammengestellt.Eine solche fände ich auch in diesem Buch hilfreich und wesentlich sinnvoller als eine Kräuter-Liste und Säure-Basen-Liste (interessiere ich mich für neben Zucker im Buch aufgezeigtes, informiere ich mich gerne anderweitig weiter, habe mir deshalb auch Die Fünf-Elemente-Küche: Gesund essen nach der chinesischen Ernährungslehre gekauft)!►► Für den Start* Gemüse (auch Süßkartoffeln und Kartoffeln)* Obst (viel Fruchtzucker: z.B. Bananen, Weintrauben, Mango / weniger Fruchtzucker: Beeren, Avocado)* Trockenfrüchte (Aprikosen, Datteln, Feigen... -> allesamt viel Frucktzucker, nur in geringen Mengen genießen / Datteln auch für Süßspeisen und Kuchen toll)* Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen... Achtung: Kidneybohnen etc. aus der Dose oftmals mit Zucker: abspülen;)* Nüsse & Nussprodukte (Mandelmus, Erdnussmus... Vorsicht: Erdnussbutter enthält meist Zucker)* Kerne (Sonnenblumen- , Kürbis-)* Samen (Leinsamen, Chia...)* Pflanzenöle (Olivenöl, Leinöl, Kokosnussöl...)* Gewürze & Co (zuckerfrei: Aceto Balsamico di Modena von Alnatura, echter Dijon-Senf)* Vollkornreis, Vollkorngetreide -und Produkte (Dinkel, Hirse, Haferflocken...)* Pseudogetreide (Quinoa, Amaranth, Buchweizen...)* Pflanzen"milch" (z.B. Mandeldrink, Haferdrink)* Sojamilch und Tofu* Fleisch und Fisch (nicht mariniert)* Milch, Milchprodukte (griech. Joghurt, Magerquark...)* Eier( Wer einer bestimmten Ernährungsform folgt, weiß was er hiervon noch streicht)m.M. nach gut geeignet sich zuckerfrei gesünder zu ernähren-> Eine solche Liste sollte man bei evtl. weiteren Auflage unbedingt anfügen!!Manche Zuckerfrei-Konzepte empfehlen die ersten Wochen auch auf Obst, stärkehaltiges Gemüse und Getreide (schneller Blutzuckeranstieg/abfall-> Heißhunger...) zu verzichten. Hiervon rät Anastasia ab (körperlicher und emotionaler Super-Gau-> Zucker-Jo-Jo-Effekt)!Die Vorgehensweise da, wie die spätere Handhabung mit Zuckerersatz, individuell:Ich finde den anfänglichen (!!) Verzicht auf Obst -auch auf Datteln- bzw. max. 2 handvoll Fructose-armes Obst tgl. sinnvoll, denn allzu schnell beschummelt man sich mit einem Zuviel selbst.Zum Merken:1. Fertigprodukte weglassen als erster Schritt sehr gut!2. Ansonsten gilt stets: Blick auf die Zutatenliste nicht vergessen (Kokosmilch, Mandelmilch, Balsamico-Essig, Senf... gerne Zuckerversteck;)3. Wichtig: Entscheidend ist immer die Zutatenliste, nicht die Nährwerttabelle (mit natürl. Zucker)Außerdem hätte ich mir im Buch etwas weniger Biographie und mehr Struktur und Farbe (hier schwarz-weißer Fließtext) gewünscht!Es gibt viel "Drumherum", da wäre ein Stichwortverzeichnis sehr nützlich (ja, ich benötige tatsächlich meine Haftnotizen und habe mir einige Anregungen abfotografiert;).Es empfiehlt sich deshalb vllt. sogar die Kindle-Version, mit Möglichkeit der Markierung.Der Weg ist das Ziel:"Weniger ist manchmal mehr" liest man und dies sollte man sich wirklich vor Augen halten.Denn Anastasia isst nicht nur keinen Zucker, sie ist auch Veganerin und verzichtet zudem weitestgehend auf Alkohol! Auch Weizen (das Getreide;) ist nicht ihr Freund.Sie richtet sich noch immer nach der Fünf-Elemente-Ernährung der TCM, mit der ihr zuckerfreier Weg begann (Beispiel: Obst mindestens eine halbe Stunde vor und nicht mit ihrem warmen Frühstück, oftmals Porridge, zusammen), orientiert sich zudem an basischen Lebensmitteln, hat eine einjährige Ausbildung zur Pflanzenheilkundlerin...Nicht zu vergessen: Die mediterrane Küche, die sie schon bei ihrer Mama genießen durfte und die auch heute noch mit einfließt.Ihr zuckerfreier Weg dauert nun immerhin schon mehr als 10 Jahre!Und zuckerfrei meint hier zuckerfrei (d.h. auch kein Honig, Agavendicksaft, Stevia, Xylit... lediglich natürl. Zucker durch Obst/Gemüse), das verdient meinen Respekt, ist aber gewiss nicht alleinige Erklärung für Anastasias Wohlbefinden und Aussehen, das "schlank, gesund und glücklich".Ich schwamm bereits auf der Low Fat-Welle mit, war ebenso an Low Carb und Paleo interessiert... betrachte Ernährungstrends nun jedoch schon ein Weilchen gelassener:Offen sein für neues, den eigenen Weg finden -Schritt für Schritt gehen- lohnt und bereits kleine Veränderungen können ein Anfang sein...Fazit:"Für immer zuckerfrei" Inspiration!Doch wird dieses Buch nicht bei allen punkten, auch wenn daraus wirklich jeder etwas für sich mitnehmen kann (und sei es die Infos im Anhang: Versteckte Zucker / Gut für die Leber / Guter Schlaf...;) ist es kein Ratgeber.Es beinhaltet keinen Plan, den man folgen kann, keine bunten Bilder oder Tabellen und nur wenige Rezepte, sondern setzt Selbsttätigkeit voraus!Es bietet "nur" Hilfestellung durch etliche Denkanstöße, lässt einen manches hinterfragen und so bestenfalls selbst, mit neuen Ideen und hilfreichen Tipps im Gepäck, auf seinen ganz persönlichen, gesünderen Weg finden.Nicht mehr. Nicht weniger. Eine Art "Wegweiser"....Befindet man sich schon auf dem zuckerreduzierten Weg, ist mit dem Thema etwas vertraut, so ist dieses Buch weit weniger nützlich!Tipp:Tätig werden!!Weiterführende Infos und zuckerfrei Rezepte findet man (unabhängig von diesem Buch, aber wie ich finde, als sehr gute Ergänzung) z.B. bei Küchengötter, ebenso auf diversen Blogs: Projekt-gesund-leben, meine-Zuckerfreiheit, bakeitnaked, Katharinakocht.... sowie Pinterest!Sängerin Nicole ("Ein bisschen Frieden") verzichtet übrigens schon über 30 Jahre (!!) auf Zucker.Nachtrag 23.10.18Mehr als einen Blick wert, Anastasias neues Buch:Für immer zuckerfrei - Meine GlücksrezepteEinige Zuckerfrei-Bücher reicher und "schlauer" meine Empfehlung für den Einstieg:Zucker is(s) nicht!: Unsere 90-Tage-Challenge mit 66 genialen Rezepten ohne Industriezucker -> da incl. mentaler Unterstützung (teilweise Erythrit in den Rezepten) ODERdie mittlerweile drei Zuckerfrei-Bücher von Hannah Frey (die z.B. Kokosblütenzucker u. -sirup und Reissirup verwendet) -> da, nur im Challenge-Buch!- verschiedene Phasen (in der ersten Phase neben Zucker-Verzicht auch Verzicht auf stärkehaltiges Gemüse und Getreide...), umsetzbare, vielfältige Backrezepte sowie schnelle Feierabend- und Mitnehmrezepte, EIN Konzept.
Anastasia Zampounidis ( die meisten kennen sie sicher noch von MTV) hat hier ein super Buch geschrieben: sehr informativ und unterhaltsam.Schon seit langer Zeit ärgere ich mich selbst über meine Zuckersucht, ich werde einfach immer wieder rückfällig! Das Buch habe ich binnen 2 Tagen "verschlungen", es ist gut geschrieben und die Autorin schreibt nicht nur über ihre persönlichen Erfahrungen, sondern vermittelt auch Hintergrundwissen. Es ist schon ziemlich tiefgreifend recherchiert worden und es ist ihr ein persönliches Anliegen, ihr Wissen auch an andere weiter zu geben.Jetzt habe ich angefangen step by step einiges davon umzusetzen: als erstes habe ich aufgehört, zwischen den Mahlzeiten zu naschen! Das mache ich jetzt seit einigen Wochen und es tut mir sehr gut, einfach mal ein paar Stunden garnichts zu essen und auch intermittierend zu fasten.So ganz den Zucker wegzulassen schaffe ich noch nicht, esse immer noch Honig und backe auch Plätzchen und Kuchen, dann aber mit Xylitol, damit der Insulinspiegel nicht gleich wieder eskaliert.Ich war begeistert von dem Buch: gut für alle, die mal über ihren Zuckerkonsum und ihr Essverhalten überhaupt nachdenken wollen!