Auch wenn mich die Illustration auf dem Cover so gar nicht angesprochen hat, umso begeisterter bin ich vom Inhalt, der wirklich brandneue Sichtweisen eröffnet. Das Buch glänzt mit allerlei weisen Zitaten, wahren Lebensgeschichten und bietet ebenso praktische, wissenschaftlich fundierte Ratschläge für die persönliche Neuerfindung, hilfreiche Fragen zur Selbstreflexion sowie kurze Übungen.Persönlichkeitstests als Fast Food für die Seele?Der Psychologe Benjamin Hardy entlarvt auf Grundlage psychologischer Forschungserkenntnisse die weltumspannenden Mythen über die Persönlichkeit, die uns an der Weiterentwicklung hindern – und bietet erfrischende Strategien für persönliche Transformationsprozesse.Dabei widerlegt er u. a. das Missverständnis des tief verwurzelten Glaubens, dass die Persönlichkeit angeboren und somit unveränderlich ist. Oder auch, warum populäre Persönlichkeitstests wie der Myers-Briggs-Typenindikator, das HEXACO-Modell und das Enneagramm nicht nur psychologisch destruktiv sind, sondern reiner Aberglaube, der sich als Wissenschaft tarnt. Denn sie reden uns Einschränkungen ein, die in Wirklichkeit gar nicht existieren oder sogar unser Leben ruinieren können."An Menschen, die sich verändern und ihr Leben umgestalten, ist nur eine Sache »besonders«, nämlich wie sie die Zukunft sehen. Sie lassen sich nicht von der Vergangenheit definieren." (S. 22)In einer Passage geht der Autor auch auf die berufliche Unzufriedenheit der Millennials ein: Diese "sei zum Teil darauf zurückzuführen, dass sie mit der Überzeugung aufgewachsen seien, sie hätten ein Anrecht auf alles, was sie wollen – nicht weil sie es verdient hätten, sondern einfach deshalb, weil sie es wollen. [...] Von klein auf war ihr Leben von Technologie und sofortiger Bedürfnisbefriedigung geprägt." (S. 78)Mit Begeisterung und Weisheit auf jeder Seite macht Dr. Hardy diesen progressiv wissenschaftlichen, vielschichtigen Leitfaden zu einem absoluten Lesevergnügen und hilft uns zu verstehen, wer wir sind und warum wir glauben, wer wir sind. Außerdem zeigt er anschaulich, wo wir sein könnten und wie wir dorthin gelangen, um unser wahres Potenzial zu entfalten.Für mich ist "Die Selbstfindungs-Falle" ein bahnbrechendes, ach was: revolutionäres Buch. Eines der besten und brisantesten, die ich seit langem gelesen habe. Es hat Potenzial, die eingefahrenen Glaubenssätze vieler Menschen ins Wanken zu bringen und somit die Zukunft zu verändern.Dafür gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!"Wer nicht Hunderte von Büchern gelesen hat, ist funktionaler Analphabet und inkompetent, weil man sich nicht allein auf die eigenen Erfahrungen stützen kann." (S. 109; Zitat von General James Mattis, 26. US-Verteidigungsminister)
Dr. Benjamin Hardy, als Psychologe, Motivationstrainer und Betreiber eines weltweit erfolgreichen Blogs, hat schon mehrere Ratgeber veröffentlicht.In „Die Selbstfindungsfalle“ durchleuchtet er alte Mythen zur Persönlickeit und enttarnt sie als unseriös und nicht zutreffend. Stattdessen zeigt er auf, dass jeder, der sich mit dem Glauben an eben diese alten Mythen, wie, dass man mit einer bestimmten Persönlichkeit geboren worden sei, nicht selber im Weg steht, sich jederzeit zu seinem wahren Ich entwickeln kann. Egal ob Traumata oder andere Vergangenheit, die umgedeutet werden müssen um seine Geschichte selber neu zu erzählen und gestärkt daraus hervorzugehen oder die willentliche positive Beeinflussung des Unterbewußtseins und dem eigenen Umfeld betrachtet er, auch anhand von Fallbeispielsen, und hilft, die neuen Erkenntnisse umzusetzen. Sehr hilfreich finde ich hierfür auch die Fragebogen am Ende jedes Kapitels, die man auch in einem Tagebuch beantorten kann, in das man auch seine erdachte Version des eigenen Ichs in einem Jahr festhält und regelmäßig erneuert beziehungsweise überarbeitet. Man merkt dem Autor seine berufliche Erfahrung an; die Texte, Fragen und der Buchaufbau sind sehr motivierend und die Beschreibungen wirken wissenschaftlich fundiert und kritisch betrachtet.Für mich ist dieses Buch ein gut ausgearbeitetes Workbook, dass erklärt und leitet, dabei den eigenen Spielraum und die eigenen Ziele finden, formulieren und umsetzen lässt. Den Gedanken, niemals etwas Ehemaliges sein zu wollen, Vergangenes loszulassen, sich vorzustellen, dass diese Erfahrungen für einen selber da waren um daran zu wachsen, sich weiterzuentwickeln und zu wandeln zu dem, der man in der Zukunft sein möchte, finde ich sehr ansprechend. Mit diesem Buch lernt man, wie man es erreichen kann.