★★★★★
k.A.
30.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Taschenbuch von Andreas Altmann ist wirklich reißend und voller spannender Geschichten, ich habe es sehr genossen. Die Darstellung von Platon und anderen Figuren ist fantastisch und sehr unterhaltsam.
★★★★★
k.A.
30.05.2026
ean-shopping.de
Das Taschenbuch von Andreas Altmann ist sehr unterhaltsam und bietet eine witzige Perspektive auf das Leben, allerdings finde ich die Darstellung etwas sehr spezifisch.
Andreas Altmann hat fast ganz México mit dem Bus bereist und erzählt in vielen kleinen Episoden von seinen Erlebnissen, Beobachtungen und Begegnungen mit den Menschen im Land.Erstaunlich, dass er sich mit allen Leuten - egal wie alt und woher - unterhalten kann!!! So lernt man viel über die Leute und ihr Leben, aber eigentlich noch mehr über Altmann und seine Lebensphilosophie.Ich lese gerne immer wieder in seinem Buch.
Kein Reisebuch zu schreiben, das war – laut Vorwort – Altmanns selbsternanntes Ziel. Zu oft sei bereits über Mexiko, seine Städte und Strände und die indigenen Hochkulturen geschrieben worden, ja sogar über „jede Hausmauer“. Nur was bekommen wir dann, wenn Altmanns „Reise durch ein hitziges Land“, wie es im Untertitel heißt, kein Reisebuch ist?Um es kurz zu machen: Wer Altmann nicht mag, wird auch dieses Buch nicht mögen. Wer sich aber gerne auf Altmann einlässt, darf sich offenen und lesenden Auges auf einen geistreichen, unterhaltsamen, aufschlussreichen und dennoch immer schwärmerischen Reisebericht freuen. Altmann schwärmt dabei aber nicht von Stränden, nicht von der mexikanischen Berglandschaft, architektonischen Kunstwerken, mexikanischer Küche. Nein, er schwärmt aus und nimmt uns mit in Reisebusse, erlaubt uns, Gesprächen und Begegnungen zu folgen, kürzere und längere Strecken mit (un)erwarteten Wegbegleiter*innen zu teilen, lässt uns an träumerischen Abenden und südamerikanischer Lebenslust teilhaben, ohne – ja, ohne uns dann auch davon träumen zu lassen. Er scheint die Leser wachhalten zu wollen, damit sie Mexiko ob all der Sonnenuntergänge, lauen Sommerabende und südamerikanischen Hitzig- und Herzlichkeit nicht verschlafen und zerrt sie durch die Allgegenwärtigkeit von Armut, organisiertem Verbrechen und die Begegnungen mit dem Fremden zurück in die mexikanische Realität, die von Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit geprägt ist.Glücklicherweise hat Altmann seine Ankündigung, kein Reisebuch zu schreiben, nicht ganz wahrgemacht; anstelle eines Reisebuchs legt er mit IN MEXIKO vielmehr eine Reisereflexion vor, in der er – um bei dem Bild zu bleiben – ausschwärmt, um in den Schwarm abzutauchen; mit dem steten Ziel, uns aus eben diesem (will sagen: unserem eigenen) Schwarm aufzuscheuchen. Altmanns Beobachtungen, seine Sprache, die Assoziationssprünge und Themen, die er aufgreift und gewohnt altmännisch beschreibt, geben dazu mehr als genug Anreiz. Doch so schön und gut die Reflexion und das Befragen für die Leser auch sein mögen, nach der Lektüre wird man einen Schritt weiter gehen und das tun wollen, wozu uns Altmann vielleicht eigentlich immer auffordert: nämlich zur Emanzipation und dazu, sich freizumachen, mündig zu werden und selbst auszuschwärmen.