"das halbe, in dem wir sind, kann von außen leicht gestört werden..." schrieb bloch in seiner wohl poetischsten publikation SPUREN. wie wahr: von diesem kleinen bändchen habe ich mich in 30 jahren immer wieder ablenken lassen - und kam doch bloch-sei-dank immer wieder darauf zurück: weil mir die geschichten einfach nicht aus dem kopf gingen: vom kätzchen, das sich tapfer nachts wehrend dem viel größeren metzgerhund an die kehle sprang, so dass er des morgens in einer großen blutlache gefunden wurde - das vermeintlich (nach all dem nächtlichen spektakel) gefressene kätzchen saß pfotenleckend auf einem baum. eine david und goliath-variation. oder die geschichte vom zirkusbären (von bloch bei klabund aufgeklaubt), der, 1914, samt seinen besitzern auftrittsverbot erhielt, weil außer krieg damals alles andere verboten war. der schausteller erhielt eine art 1-euro-job in einem gaswerk - zuwenig, um für ausreichend bärenfutter sorgen zu können. das bärchen starb. da warf sich die frau des schaustellers über die kleine leiche - und sah aus wie "seni an der leiche wallensteins". eine traurig machende geschichte vom aufeinanderprallen großer politik und kleiner überlebenswelt. mutgebender jene anekdote über den erfinder der dampfmaschine, stephenson: der rannte vergebens hinter dem ersten zusammen-konstruierten kessel auf rädern hinterher, welcher immer rasanter werdend auf eine kurve zustrebte. der kessel fuhr geradeaus und explodierte an einer hauswand. "der pfarrer wurde irrsinnig", berichtet bloch spöttisch und fährt dann mutgebend fort: "stephenson hatte alles verstanden und baute eine neue maschine, auf geleisen und mit führerstand." was stephenson für die eisenbahn, das scheint bloch für das erzählen kleiner unvergesslichkeiten geleistet zu haben ...