Der Ansatz ist schon spannend. Leider ist Plessner Lesen aber eine einzige Qual. Schachtelsätze ohne Ende, Namedropping, und um einen "wissenschaftlichen" Stil krampfhaft bemüht. Spricht hier der Biologe, der als Philosoph anerkannt werden wollte? Gute Ideen können auch in klarer, einfacher Sprache dargestellt werden und brauchen keinen "akademisierten" Schreibstil.
Geht mir ebenso wie meinem Vor-Rezensenten. Das Wer von Plessner ist so großartig und diese Ausgabe ganz furchtbar! Preislich ist sie mit den ursprünglichen Ausgaben der schwarzen Reihe zu vergleichen, qualitativ kann sie jedoch nicht im Geringsten mithalten! Bindung und Einband nicht zu gebrauchen. Was auch immer Suhrkamp sich dabei gedacht hat. Vom Verlag auf Nachfrage nur Schönrednerei. Bei neueren Blumenberg-Ausgaben übrigens gleiche Problematik.
Furchtbare Ausgabe eines guten Buches.Hier wird einiges falsch gemacht. Sowohl der Einband ist nicht gelungen: es klappt ständig zu, als auch die Qualität der Schrift. Diese verwischt ständig. Sie kann sogar ohne große Mühe wegradiert werden. Ich hätte lieber dünneres Papier, als dickes Papier, dass vollkommen Schwarz wird. Im Sommer kann das Buch weggelegt werden, da etwas schwitzige Hände dazu führen, dass alles dreckig aussieht. Auf Nachfrage bei dem Suhrkamp Verlag kam lediglich die Antwort, sie könnten nichts dafür. Das Buch sei einfach nicht wirklich gefragt. Nur ist für den Preis von 20 Euro, doch eine etwas angenehmerer Einband sein können. Wenn das zu schwer ist, muss man sich allerdings fragen, wie es sein kann, dass sogar die Schrift verwischt. Schließlich wurde der Buchdruck nicht gestern erfunden. Unglaublich Schade ist, dass das Buch auf anderem Wege nicht beschafft werden kann und alte Versionen des Buches deutlich besser funktioniert haben.