Roxy ist fünfunddreißig Jahre alt, arbeitet als Personalchefin in einem Bauunternehmen und hat für alles im Leben einen Plan. Als sie aber zur Frauenärztin wegen einem vermeintlichen Routinetermin muss, erfährt sie, dass der Bluttest ergeben hat, dass sie nur noch wenige Eizellen hat und deshalb schnell schwanger werden muss, falls sie jemals Kinder haben möchte. Roxy ist durcheinander, verspürt aber, dass sie es sich durchaus vorstellen kann, selbst einmal Mutter zu sein - nur den Mann, den braucht sie nicht. Doch welcher Mann eignet sich überhaupt als Vater ihres Kindes? Da fallen ihr eigentlich nur die drei Männer ein, die auch jetzt schon eine Rolle in ihrem Leben spielen: Jonas, ihr Ex-Freund und immer noch Reparateur von kaputten Gegenständen in ihrer Wohnung, Max, bester Freund in allen Lebenslagen, und Dorian, heißer Arbeitskollege mit gleicher Leidenschaft für lange Abende im Büro. Um die Zügel nicht vollkommen aus der Hand zu geben und weiterhin einen Plan zu haben, gestaltet Roxy einen inkognito Einstellungstest. Nun dürfen nur keine Gefühle ins Spiel kommen...Lydia Schmölzl schreibt in diesem Roman über ein sehr zeitgemäßes Thema, denn gerade für Frauen sind Kinder durchaus ein Traum, aber entweder es fehlt der richtige Mann oder man möchte seine Eigenständigkeit nicht für eine Beziehung aufgeben, die man doch gar nicht zum Glücklichsein braucht. Roxy ist eine sehr starke, selbstbewusste und gefestigte Frau, die ihren Plänen folgt und der ein Mann eher ein Klotz am Bein wäre, so sieht sie es zumindest zu Beginn des Buches. Trotzdem kann sie ihren neuerlichen Kinderwunsch nicht verleugnen und gerät erst einmal ins Schleudern, als sie so plötzlich eine so wichtige Entscheidung treffen muss. Die Geschichte des Eignungstests zum Vater ist sehr unterhaltsam und kurzweilig und wird so bildhaft beschrieben, dass sich der Roman auch als Verflimung sicherlich gut machen würde.Ein richtig toller Roman, der durch seine humorvollen, aber auch nachdenklichen Stellen überzeugt hat. Ich mag es, wie die Autorin erzählt und niemals Langeweilie durch zu ausführliche Beschreibungen oder ähnliches aufkommen lässt. Allerdings fand ich Roxy gerade zu Anfang sehr anstrengend, denn ihre unabänderlichen Meinungen und überzogenen Reaktionen auf Taten, die ihrer Lebenseinstellung widersprechen, sind manchmal einfach nicht nachvollziehbar für mich. Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, perfekt für ein paar kuschelige Lesestunden auf dem Sofa, wenn das Wetter mal nicht so toll ist.
Wer sich an „Ein guter Plan ist die halbe Liebe“ wagt, muß sich zunächst erst mal mit der Prämisse des Buches abfinden, denn eine Art Einstellungstest für den Vater der zukünftigen Kinder durchzuführen, ist nicht unbedingt die feine englische Art. Geschweige denn die Art, wie man sich ganz grundsätzlich vorstellt, wie man das passende andere Elternteil für seine zukünftigen Kinder "aussucht".Läßt man das aber außen vor, dann erwartet einen ein leicht und schnell zu lesender Roman, durch den man im Grunde durchfliegt – und das trotz einiger sprachlicher Holperer.Und einer nicht ganz unkomplizierten Protagonistin. Aber genau das gefiel mir hier ziemlich gut. Denn, daß Roxy ist, wie sie ist, hat ihre Gründe. Und die werden glücklicherweise auch beleuchtet.Nachdem dieses Buch bereits das zweite Buch von Autorin Lydia Schmölzl ist, das ich lese, scheint es für mich so, als hätte diese ein Faible für Protagonistinnen, die mehr sind, als reine Abziehbilder von Frauen-Klischees in Liebesromanen. Zeit wurde es. Und das sie dann noch versucht ihre Hauptfiguren im Laufe ihrer Geschichten wachsen zu lassen ist ein weiteres Plus. Jedenfalls ist ihr das in diesem Fall ziemlich gut gelungen.Denn auch, wenn das Buch so daherkommt, als wäre es „nur“ eines über die tickende biologische Uhr einer Mittdreißigerin, so ist es doch viel mehr eine Geschichte über Selbstfindung und Selbsterkenntnis, über Liebe zu den eigenen Eltern und Geschwistern, zu Freunden, zu Partnern, aber vor allem zu sich selbst.Grundsätzlich habe ich mich durch diese Mischung durchaus gut unterhalten gefühlt, mußte das ein oder andere Mal schmunzeln (auch wenn der Humor auch dieses Mal stellenweise wieder ein wenig zu gewollt daherkam), hab allerdings auch mehr als ein Mal mit den Augen rollen müssen.Und selbst die Vorhersehbarkeit hätte mich nicht weiter gestört, wäre da nicht das Ende gewesen. Irgendwie war es klar, daß es so kommen mußte, aber deswegen muß es mir noch lange nicht gefallen.Von mir gibt es 3,5 Sterne!
Der Klappentext lässt uns glauben, dass wir Roxy lediglich bei der Suche nach einem geeigneten Vater für ihre Kinder begleiten. Doch tatsächlich findet sie viel mehr als das.Roxy ist Mitte dreißig, Single und hat eigentlich einen Kinderwunsch, der aber ohne Partner in der Prioritätenliste sehr weit nach hinten gewandert ist. Als dann neben der Hiobsbotschaft von ihrer Frauenärztin auch noch ihre Schwester verkündet, wieder schwanger zu sein, bekommt Roxy Panik und schmiedet einen Plan. Sie führt eine Art Qualifikationstests mit drei bestimmten Männern durch.Jonas, ihrem Ex-Freund, Max, ihrem besten Freund und Dorian, ihrem neuen Arbeitskollegen, mit dem sie den ganzen Sommer über geflirtet hat. Und kaum hat der Plan an Fahrt aufgenommen, gibt es Konflikte mit ihrem Herzen. Denn das möchte ihr beweisen, dass sie eigentlich einen ganz anderen Mann an ihrer Seite möchte, als der Test aktuell als Sieger ermittelt. Ob Sie die Kurve noch rechtzeitig kriegt?Wir werden durch ernste, wichtige Themen geführt, aber immer mit einer Prise Humor versehen. Es ist mein zweites Buch der Autorin und ich bin wieder sehr begeistert. Mir hat der Schreibstil wieder richtig gut gefallen, sehr angenehm und locker. Auch die Charaktere hat Lydia wieder super ausgearbeitet. Alle Männer sind ganz unterschiedlich, haben nichts gemeinsam, und trotzdem findet Roxy an jedem tolle Eigenschaften. Das Thema „Baby-Daddy“ ist sehr humorvoll rübergebracht. Aber trotzdem sieht man, was schlechte Erlebnisse im Kindesalter später im Erwachsenenalter anrichten können. Es ist nicht schlimm, sich eine Schwäche einzugestehen, denn das wird dann zu einer Stärke. Roxy ist eine starke Frau und hat am Ende auf jeden Fall den passenden Mann an ihrer Seite – aber ist er auch ihr „Baby-Daddy“?