Für mich ist "fünfmal 8000" ein Buch nach dem Motto: "Das wurde aber auch Zeit!" Peter Wörgötter ist ein österreichisches Bergsteiger-Urgestein, war in der ganzen Welt unterwegs und hat vor allem in den asiatischen Hochgebirgen seine deutlichen Spuren hinterlassen: 1977 gelingt die zweite Besteigung des Lhotse, 1981 die erste Skiabfahrt von einem Achttausender, dem Manaslu, 1985 die Skiabfahrt von der Shisha Pangma, daneben weitere Achttausender, Sieben- und Sechstausender im Himalaya, Hindukusch und den Anden. Ungezählte "niedrigere" Gipfel in Afrika, Südamerika, Asien und Ozeanien. Selbstverständlich schmücken auch viele schwere Alpenklassiker seine alpine Vita. Insofern zeichnet das Buch ein Bergsteigerleben über eine Zeitspanne von mehr als einem halben Jahrhundert nach! Damit ist die Lektüre auch eine Zeitreise in die Entwicklung des Alpinismus über diese Zeit hinweg. Und nicht zuletzt auch ein Familienbuch, denn Bruder Wastl, Sohn Michael, Enkelin Lena und andere haben Peter auf seinen Expeditionen begleitet. Mit Bruder Wastl war er gar gemeinsam am 11. Mai 1977 auf dem Lhotse-Gipfel.Das Buch hat Peter Wörgötter gemeinsam mit seiner Enkelin Lena Öller geschrieben. Auf knapp 200 Seiten lässt Peter Wörgötter seine zahlreichen Bergabenteuer Revue passieren, in Kapiteln sortiert nach geographischen Regionen, in denen Wörgötter unterwegs war. Das Ganze selbstverständlich mit einem großen Extrakapitel, das sich den Achttausender-Expeditionen widmet. Kurzweilig geschrieben, typisch Wörgötter, bekommt der Leser einen Einblick in die bergsteigerische Entwicklung des großen Alpinisten und wird auf zahlreiche Reisen mitgenommen. Zahllose Fotos aus allen Phasen seines Lebens runden das vielschichtige Bild, welches das Buch zeichnet, ab.Peter Wörgötters Leben ist es wert, interessierten Lesern zugänglich gemacht zu werden. Und wer möchte, bekommt mit diesem Buch eine wunderschöne Möglichkeit hierzu. Wie ich schon sagte: "Das wurde aber auch Zeit!"