Fee erzählt vom Buchinhalt:Hauptkommissar Arne Olufsen und sein Team haben es mit grausigen Mordfällen zu tun. Zwei Tote, auf einer Sandbank, in einem Boot und dazu noch die vielen Krankheitsfälle im Team. Kann Olufsen das Morden stoppen?Fees Meinung:SchreibstilMit dem Schreibstil kam ich gut klar und so war ich auch schnell in der Geschichte, zumal ich den Vorgänger: „Gefahr aus dem Watt“ kannte. Allerdings denke ich nicht, dass man den ersten Band benötigt, um Band 2: “Soko Sandbank“ zu lesen. Natürlich erfährt man im ersten Band einiges, aber das tut nicht wirklich was zur Sache. Es ist nur interessant, wenn man ein bisschen mehr von den Charakteren kennen lernen möchte.CharaktereOlufsen war, wie schon in Band 1, muffelig, nur jetzt findet er seinen Deckel, was ihn wohl etwas zugänglicher machen wird. Zumindest bin ich da mal gespannt in Richtung Band 3. Die Protagonisten waren authentisch, denn wo lägen nicht die Nerven blank, wenn es ein Mord nach dem anderen gibt und die Ermittler reihenweise wegen einer Magen- und Darmgrippe ausfallen. Ich finde Greiner und Olufsen sind ein tolles Team. Paula finde ich sehr sympathisch.Das einzige, was mir da auffiel war der Name Burnot. Zuerst las ich mehrfach Burnout, jedenfalls bin ich darüber gestolpert. Ja, und irgendwie passt der Name dann auch wieder, aber ich würd’ ihn trotzdem nicht in einem Krimi verwenden. Es irritiert einfach.Running Gag - HumorEs sollte wohl so eine Art Running Gag sein, dass Olufsen ständig neue Schuhe benötigte. Nun ja, manche Art von Humor verstehe ich einfach nicht. Auch sonst gab es Humor in diesem Buch, der nicht so ganz bei mir ankam. Da ich aber erkannt habe, dass es Humor in diesem Buch gibt, ist daran nichts auszusetzen.Auch musste Olufsen in diesem Band wieder leiden und so ging er gleich zwei Mal über Bord. Da das Wasser keine tropischen Temperaturen hatte, war das sicherlich nicht angenehm.KrimiEr war durchaus spannend und ich war auch durchaus gefesselt und hab mich nur widerwillig getrennt, um die Leseabschnitte zu dokumentieren. Natürlich gab’s auch wieder seitenlange rasante Begebenheiten und Highlights. Allerdings gab es zwischendurch doch etwas Raum zum Nachdenken. Und ich fand es nicht lustig, dass Schlüssel und Handy ein Bad nahmen und auf dem Meeresboden ruhten. Während Olufsen „vergaß“ dass Claudia Engels in Gefahr war. Das störte mich ein wenig und schien mir nicht ganz Plausibel.Dafür wurde ich mit dem Schluss versöhnt. Das Buch ist dann nicht einfach zu Ende, sondern es wird dann noch etwas Privates erzählt. Das gefällt mir sehr gut.LokalkoloritDen gab es natürlich auch und ich hab einiges gelernt. Boote/Schiffe sind weiblich. Für Landratten ist das Buch wirklich informativ und das gefällt mir.Mein – Lesezeichenfees – Fazit:Ich fand diesen Krimi auch nicht so ganz perfekt, aber er war gut zu lesen, hatte einige schöne Highlights, tolle Protagonisten, so dass ich auch hier wieder 5 Sterne vergebe.
Olofsen und Greiner, Band 2: Ein Segelboot läuft auf einer Sandbank auf – darauf befinden sich zwei Leichen: eine Frau wurde erschossen, ein Mann wurde vergiftet und grausig inszeniert. Hauptkommissar Arne Olofsen von der Kripo Cuxhaven leitet die Ermittlungen. Das Team kommt jedoch nur schleppend voran, da Kollegen reihenweise krank ausfallen, so auch Olofsens Partner Martin Greiner. Ausgerechnet jetzt…Erster Eindruck: Ein sehr zurückhaltendes Cover mit einem Segelboot – gefällt mir.Dies ist Band 2 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden.Olofsen ist einer, der klar und deutlich sagt, was er denkt. Von diplomatischer Vorgehensweise hält er nichts. Er schnauzt Kollegen an, wenn ihm etwas nicht passt – sie wissen sich aber zu behaupten –, und er hat einen hohen Verschleiss an Kaffeetassen, die er regelmässig vom Tisch fegt, wenn er sich aufregt. Einer seiner „Sparringspartner“ ist Frank Pall, der Leiter der Kriminaltechnik. Auch wenn es für Aussenstehende nach wenig erfreulichen Treffen der beiden aussehen mag, ist dem gar nicht so. Beide schätzen die Arbeit des anderen. Olofsens Partner Greiner weiss ebenfalls, wie der andere tickt – sie arbeiten sehr gut zusammen. Das ist auch wichtig, um im neusten Fall vorwärts zu kommen. Ein aufgelaufenes Segelboot, zwei Leichen, ein fehlendes Beiboot. Wieso wurde die Frau erschossen, aber der Mann durch eine Injektion getötet? Und warum wurde seine Leiche so inszeniert? Hat der Mörder das Beiboot entwendet? Unter der Zunge des Mannes lag eine Mikro-Speicherkarte mit einem kurzen Video, in dem der Mann vier Mal aufsagt, dass er schuldig sei und eine kryptische Zahlenfolge vorliest. Was soll das bedeuten?Kaum haben die Ermittlungen begonnen, fällt Greiner aus: Magen-Darm-Probleme. Ebenso wie weitere Kollegen, so auch Pall. Was ist da nur los? Auch bei Olofsen rumort es im Magen zuweilen verdächtig.Ich musste wirklich schmunzeln, als Olofsen bei den Rechtsmedizinern Walberg und Osamente einer Obduktion beiwohnt: „Und? Kann die versammelte Fachkompetenz in Weiss dem Dorfpolizisten etwas Verwertbares berichten?“ „Selbstverständlich. Beide sind tot.“ Rechtsmediziner Walberg hat offenbar einen sehr trockenen – quasi wüstengleichen – Humor. Das hat sogar Olofsen verblüfft.Es gibt weitere Todesfälle und auch weitere Krankheitsfälle – die Soko Sandbank ist streng gefordert.Die Geschichte war sehr spannend und hat interessante Einblicke in die Welt der Seenotrettung und in die Welt der Nautik geboten. Ebenso in die Welt der Viren. Von mir gibt es dafür 4 Sterne. Ich freue mich auf den nächsten Fall.