Bei dem zehnten Teil der Serie um Gamache handelt es sich meines Erachtens nicht um einen Krimi im klassischen Sinne. Er ist sehr ungewöhnlich aufgebaut und enthält eine gewisse Prise Abenteuer.Gamache ist mit seiner Frau nach The Three Pines gezogen, um nach den letzten Fällen zur Ruhe zu kommen. Da wird er von Claire, einer Nachbarin und Freundin gebeten, ihr bei der Suche nach ihren Ehemann Peter zu helfen. Man verfolgt mit großer Spannung dieser abenteuerlichen Suche, bei der man nie sicher ist, was dabei herauskommt. Lebt Peter noch? Und wenn ja, finden sie ihn? „Samarra“ von W. Somerset Maugham spielt wie auch im richtigen Leben eine große Rolle in diesem Krimi (was dahintersteckt, erfährt man im Buch und möchte ich nicht vorwegnehmen).Die Autorin hat auch in diesem Buch wieder mit voller Liebe Orte Kanadas und mit hoher Empathie und psychologischem Feingefühl ihre Figuren beschrieben. Genauso fließt wie schon ein paar Mal in ihren bisherigen Büchern ihre Liebe zur Kunst ein. Dieses Mal wird für mich jedoch etwas zu viel über Bilder sowie Musen philosophiert. Dies ist der Grund, weshalb ich vier statt fünf Sterne vergebe.Gehört zwar nicht zu den besten Krimis der Serie, jedoch ein sehr spannend zu lesender und außergewöhnlicher Fall mit Gamache! Aus meiner Sicht nur für Fans der Serie empfehlenswert, die die Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen haben. Sonst fehlt zu viel Hintergrundwissen.