Als ich im Sommer in Lübeck gewesen bin, hat mich dieser Roman mit seinem gut gelungenen Cover angesprochen. Als ich dann die historische Karte des Lübecker Stadtkernes von 1872 aufschlug, und anschließend die Legende las, fühlte ich mich gleich in diese Zeit versetzt.Ina Rose hat mich mit ihrem bildhaften Schreibstil schon nach wenigen Zeilen in den Bann gezogen. Sowohl die Handlungsorte (Lübeck, Bad Segeberg, Travemünde, Wien und New York) wie auch die so lebendigen und liebevoll beschriebenen Charaktere habe ich direkt vor Augen gehabt.Die hervorragend recherchierten Fakten sind so geschickt mit der Geschichte verwoben, dass sowohl eine spannende aber auch wunderbar lehrreiche Erzählung, z.B. über die Herstellung von Marzipan, gelungen ist.Ich bin schon jetzt gespannt auf den zweiten Teil des Marzipanbarons. Von ganzem Herzen gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung, für alle Leser, die sich gerne von einer wunderbaren Geschichte verwoben mit historischen Fakten verzaubern lassen.
Ina Roses Debüt-Roman ist sehr mitreißend. Zum einen, weil sie die Szenen wunderbar beschreiben kann, sodass einem ein malerisches Bild vor Augen kommt. Vor allem von der Innenstadt Lübecks mit den außergewöhnlichen Gassen, Gängen und dem Wahrzeichen der Stadt - das Holstentor –. Zum anderen, weil sie es schafft eine Familiensaga wirklich spannend zu gestalten und das damalige Leben mit den politischen und gesundheitlichen Aspekten berücksichtigt. Grundlegend handelt der Roman von zwei Hauptcharakteren - Heinrich und Theresa – welche ich schnell ins Herz geschlossen habe, da ihr Leben und ihre persönlichen Gedanken schon von klein auf dargelegt werden. Heinrich ist ein aufstrebender Geschäftsmann der Konditorei Füllheimer. Wie er seine Geschäfte nach Amerika ausweitet, wird interessant und raffiniert berichtet. Wenn Ina Rose das Lübecker Café mit der leckeren Auswahl von Marzipantorten oder die Herstellung von Marzipan beschreibt, dann bekommt man einfach Appetit darauf.Die Spannung im Buch wird durch die Ermittlung und Aufklärung von einigen Frauenmorden erzeugt, bei denen nicht nur die Hauptcharaktere beteiligt sind, sondern auch der beste Freund von Heinrich - Karl Berger - und Liese – Karls Freundin, die auch die zukünftige Freundin von Theresa wird. Wie stark die Liebe zwischen Heinrich und Theresa ist, wird spürbar und herzergreifend beschrieben. „Der Marzipanbaron“ ist ein spannender, emotional bewegender historischer Roman, der mich so „hungrig“ auf den 2. Band gemacht hat, dass ich mich jetzt schon auf die Fortsetzung freue.