Als begeisterter Hobbykoch und -bäcker hat mich Anfang/Mitte des Jahres die Brotbacklust gepackt. Neben dem obligatorischen gusseisernen Bräter waren natürlich auch einige Rezepte und Anregungen notwendig. Allen Rezepten in diesem Buch gemein ist die No-Knead-Bread-Mehode, das heißt der Teig muss nicht aufwendig geknetet werden. Es ist ausreichend die Zutaten zu vermengen und mind. 18h stehen zu lassen, anschließend den Teig mehrmals zu falten (übereinanderschlagen) und in einem Gärkörbchen 2h ziehen zu lassen. Den Bräter im Herd auf 250 Grad vorheizen, Teig in den Bräter, 30min mit geschlossenem Deckel backen und nochmal mit reduzierter Temperatur von 230 Grad 15min. Dann ist das selbstgebackene Brot auch schon fertig. Und wer kann frisch gebackenem und warmen Brot schon wiederstehen?Das Buch beginnt mit kurzen Hinweisen zu den Rezepten. Das Buch differenziert nicht nach Rezepten von klassisch bis süß, sondern nach dem genutzten Equipment. So beginnen die Rezepte für Brote aus Töpfen und Pfannen, gefolgt von Broten für die Kastenform, Broten vom Blech sowie Brötchen und Kleingebäck. Das empfinde ich als etwas irritierend, da Brote für die Kastenform natürlich auch im Topf zubereitet werden können. Neben diversen Brotrezepten sind auch Rezepte für Baguettes, Pizzabrot oder Fladen enthalten. Gerade für die Grillsaison ideale Ergänzungen zu Wurst und Fleisch.Die Rezepte sind gut beschrieben und mit ansprechenden Bildern versehen, das Buch ist sauber gedruckt und gebunden (geklebt). Über Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten, daher empfehle ich die Rezepte auszuprobieren. Dabei macht es wenig Sinn Rezepte mit unliebsamen Zutaten auszuprobieren. Meine Favoriten sind das Parmesan-Pizzabrot und das BBQ-Baguette mit Cabanossi. In Summe ein gutes Buch mit vielen Anregungen.