Von den Eltern lernte der Sohn die Abenteuerlust. Die Trekkingtouren, die die Familie unternahm, waren meistens extrem. Mit dem Rucksack und einer Campingausrüstung ging es in die Wildnis, abseits jeglicher Zivilisationen.So machte sich der Sohn allein - nach seiner monatelangen Tour irgendwann in Costa Rica angekommen - auf einen Trip in die Wildnis. In dieses Gebiet darf man normalerweise überhaupt nicht ohne ansässigen Führer hinein. Doch der Sohn mogelte sich durch.Mit dem Vater (die Familie lebt in Alaska) stand er in Mail-Kontakt. Der Sohn schrieb über seine Touren und kündigte die Touren auch beim Vater an. Doch dann blieben die Mails des Sohnes aus und Tage später war dem Vater klar, dass da was nicht stimmte. Er flog nach Costa Rica, um die Suche nach seinem Sohn zu starten.Wie schwer es ist, eine Spur in einem Urwald zu finden, zeigt der Bericht deutlich. Dort, wo es nur Buschwerk gibt, gefährliche Tiere und vor allem gefährliche Menschen, die sich als Drogenschmuggler oder sonstige Verbrecher verstecken, jemanden zu finden, ist wie die Nadel im Heuhaufen zu suchen.Und dann die örtliche Polizei, das Netzwerk an Menschen in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht mächtig ist, ist ein extremes Unterfangen.Leider erhält die Familie dann nach zwei Jahren eine traurige Nachricht.Das Buch ist sehr spannend, geschrieben vom Vater. Ich denke, er musste sich dies zur Trauerbewältigung von der Seele schreiben. Wer so extreme Touren mutterseelenallein in den Urwald macht, muss sich mit dem Tod beschäftigen und weiß, welches Risiko er fährt. Extrem zu leben heisst dann eben auch, plötzlich dem Tod zu begegnen.