Die erste Auflage des „Iran“ Reiseführers von Stefan Loose widmet sich einer vom Massentourismus noch unberührten Region. Trotz der politisch schwierigen Lage gilt der Iran als ein sehr sicheres Land. Die Größe des Landes sowie die hohe Anzahl an Sehenswürdigkeiten, sowohl landschaftlich als auch architektonisch, machen es zu einem sehr attraktiven Ziel.Aufbau:Gegliedert ist die Erstauflage des Iran Reiseführers in drei Kapitel mit allgemeinen Infos sowie sechs Kapiteln zu den einzelnen Regionen des Landes. Kapitel 1 gibt einen Überblick über die Highlights des Landes und nennt wichtige Reiseziele und Routen. Kapitel 2 liefert die wichtigsten Informationen zu Anreise, Einkaufen, Übernachtungen und vielem mehr. Enthalten sind auch sehr hilfreiche Tipps, z.B. zu Bekleidungsvorschriften, oder Hinweise, wie dass das Geldabheben mit europäischen Karten im Iran nicht möglich ist. Einen Überblick über die Geschichte, Architektur, Politik und Wirtschaft findet man schließlich in Kapitel 3. Die folgenden Kapitel widmen sich der Metropole Teheran, der Landesmitte, dem Westen, dem Nordosten, dem Südosten sowie dem Süden.Inhalt:Im Hauptteil befindet sich zu Beginn eines jeden Kapitels eine Doppelseite, die die Highlights der Region aufführt sowie eine Einschätzung für die benötigte Reisezeit beinhaltet. Die Highlights empfand ich als sehr hilfreich, da die einzelnen Regionen doch überraschend viele Attraktionen bieten und die Autoren somit eine kleine Vorauswahl treffen. Die einzelnen Städte und Sehenswürdigkeiten werden sehr detailliert beschrieben und mit einer umfassenden Auswahl an Übernachtungs- und Essensvorschlägen abgerundet. Besondere Tipps von Autoren werden durch Symbole hervorgehoben. Unter anderem bietet der Reiseführer auch Tipps für nachhaltiges Reisen, was der aktuellen Klimadebatte gerecht wird. Wertvoll sind auch Hinweise zu Sprache und Kultur, um potenzielle Barrieren zu minimieren. Spannend finde ich auch die Empfehlungen zu verschiedenen Guides, die teils auch von den Autoren selbst getestet wurden. Die Guides ermöglichen zum Beispiel die Teilnahme an Off-Road-Touren durch die Wüstengegenden.Im Vergleich zu anderen Reiseführern finden sich zwar weniger Fotos, diese bringen dafür jedoch die ganze Schönheit des Landes zum Ausdruck.Fazit:Eine sehr gelungene Erstausgabe, die dank der vielen hilfreichen Tipps und der großen Erfahrung der Autoren eine Reise in den Iran um einiges erleichtern dürfte.