Mikkel Fuchsjunge, Flora Hirschkälbchen, Rufus Frischling und Poppy Waschbärmädchen sind trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere dicke Freunde und beschließen, die Bande „Die 4 Wilden Waldhelden“ (Die 4 WWH) zu gründen. Das Ziel ihrer Bande ist zwar noch nicht ganz klar, doch ihr erstes gemeinsame Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten. Eine unbekannte Frau taucht in ihrem Wald auf, um – wie es sich herausstellt – einen Waldkindergarten einzurichten. Als die von den 4 WWH lang ersehnten Menschenkinder endlich aufschlagen, machen sie Bekanntschaft mit dem Jungen Diego, der von Heimweh geplagt ist und endlich nach Hause will. Die vier Tiere machen es sich zur Aufgabe, ihn zu trösten.Das Buch spielt ein wenig mit den üblichen Zutaten von Kinder- bzw. Jugendbüchern: Eine Bande von mehreren Kindern (hier: Tierkindern), von denen jedes seine eigenen Stärken und Schwächen hat. Dazu kommt ein Rätsel, das gelöst werden will und Personen, denen geholfen werden muss. Am Ende löst sich alles in Wohlgefallen auf.Der Text, dessen sprachliches Niveau für die Altersgruppe angemessen ist, lässt sich ganz gut vorlesen. Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, ragt aber auch nicht besonders hervor. Am Ende gibt es leider auch ein kleineres logisches Problem, das dann aber noch „zurechtgeschustert“ wird. Die ersten Kapitel, in denen die Tiere vorgestellt werden, sind etwas langatmig. Da dies ist allerdings häufig bei Büchern der Fall ist, welche den ersten Band einer Reihe bilden, möchte ich das nicht zu kritisch bewerten.Das Buch eignet sich sowohl für Jungen als auch für Mädchen. Ein wenig Spannung wird aufgebaut, gruselige Elemente fehlen aber, weshalb es sich durchaus für Kinder ab 4 Jahren eignet, sofern sie in der Lage sind, längeren Texten zu folgen. Auf jeder Doppelseite findet sich aber zumindest ein kleines, manchmal auch ein größeres Bild. Ein nettes Buch für Kinder, die sich für den Wald und seine Bewohner begeistern.