Suzanne Duchamp entstammte einer berühmten Künstlerfamilie - ihre Brüder waren Marcel Duchamp
Raymond Duchamp-Villon und Jacques Villon. Als Dadaistin und Malerin entwickelte sie eine
filigrane kryptische und humorvolle Bildsprache und leistete so selbst einen einzigartigen
Beitrag zur Geschichte der Kunst. Einer breiteren Öffentlichkeit ist sie gleichwohl bislang
weitgehend unbekannt geblieben. Dieser Begleitkatalog zu ihrer von Talia Kwartler in
Zusammenarbeit mit Cathérine Hug und Ingrid Pfeiffer kuratierten Retrospektive in Zürich und
Frankfurt am Main vereint die Arbeiten die Duchamp in der Zeit ihrer Verbindung mit Dada schuf
mit früheren und späteren Werken ihres jahrzehntelangen Schaffens. Viele der rund 80 Werke
Dokumente und Fotografien werden zum ersten Mal publiziert. Der Katalog mit neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnissen international renommierter Autor*innen lässt Suzanne Duchamp
so die Anerkennung zuteilwerden die ihr gebührt. Suzanne Duchamp (1889 Blainville-Crevon -
1963 Neuilly-sur-Seine) wuchs zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem außergewöhnlichen
Künstlerumfeld auf. Seit 1919 war sie in zweiter Ehe mit dem Schweizer Maler und Grafiker Jean
Crotti verheiratet mit dem sie auch eine künstlerische Zusammenarbeit verband die 1983 in der
Ausstellung Tabu Dada: Jean Crotti & Suzanne Duchamp: 1915-1922 (Kunsthalle Bern Centre
Pompidou Paris) gewürdigt wurde.