Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) war und ist einer der bedeutendsten niederländischen Maler und prägte mit seinen barocken Werken die nachfolgenden Künstlergenerationen nachhaltig. In Leiden geboren, entschloss er sich 1631, in die florierende Kunst- und Kulturmetropole Amsterdam zu gehen, wo er auch bald seine ersten großen Aufträge erhielt. Rembrandt ging entschlossen seinen Weg; ihm behilflich waren dabei fruchtbare Netzwerke, aber auch ein starker Eigensinn und ein hohes Maß an Willens- und Durchsetzungskraft.Die Ausstellung „Nennt mich Rembrandt – Durchbruch in Amsterdam“ (14. Mai 2021 – 6. September 2021 National Gallery of Canada, Ottawa und 6. Oktober 2021 – 30. Januar 2022, Städel Museum, Frankfurt am Main) präsentiert Rembrandts Aufstieg zu internationalem Ruhm in seinen Jahren in Amsterdam. Sie zeigt, wie es der junge Maler schaffte, sich innerhalb kürzester Zeit einen unvergleichlichen Ruf aufzubauen.Im Hirmer Verlag ist der opulente Begleitkatalog zu dieser bemerkenswerten Ausstellung erschienen. In fünf Kapiteln beleuchten zahlreiche Essays von renommierten KunsthistorikerInnen diesen erfolgreichen Weg Rembrandts auf dem am härtesten umkämpften Kunstmarkt der damaligen Welt. Doch mit seiner erstaunlich breiten Palette von Porträts, Landschaften, Historienbildern, Genreszenen und Stillleben konnte er sich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die Texte widmen sich unterschiedlichen Themen wie „Rembrandt als Marke“, „Rembrandt und der Amsterdamer Kunstmarkt“ oder „Rembrandts Porträtaufträge außerhalb Amsterdams“. In weiteren Beiträgen setzen sich die AutorInnen mit anderen Aspekten wie „Starke Frauen“, „Glanzvolle Historien“ oder „Rembrandt und die Landschaft“ auseinander. Abschließend werden in „Rembrandts Erbe“ die Gründe für die bis heute andauernde Faszination für Rembrandt untersucht.Überaus reichhaltig ist die Illustration des Begleitkataloges – mit zahllosen ganzseitigen Gemäldeabbildungen. Die Reproduktionen beschränken sich dabei nicht nur auf Rembrandts Gemälde, sie zeigen auch die Meisterwerke der älteren und jüngeren Künstler seiner Zeit, sodass hier ein vergleichender Dialog möglich ist. Neben dem Verzeichnis der ausgestellten Werke, Bibliografie und Register wird die Publikation durch einen Zeitstrahl ergänzt, der Rembrandts künstlerisches Umfeld in Amsterdam anschaulich dokumentiert. Sehr empfehlenswert !