★★★★★
k.A.
15.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine faszinierende Reise durch die Verbindung von Evolutionstheorie und ästhetischer Wahrnehmung; ich war absolut begeistert von der Tiefe und der Art, wie Junker diese Konzepte verknüpft. Ein Muss für alle, die sich für Biologie und Kunst interessieren!
★★★★★
k.A.
15.08.2026
ean-shopping.de
Interessant.
In Mathematik und Naturwissenschaft spielt Phantasie eine eminent wichtige Rolle - vielleicht die wichtigste Rolle überhaupt - und mich hat schon immer sehr interessiert, wie es (auch aus evolutionswissenschaftlicher Sichtweise) dazu kommt. Das Buch handelt aber vorwiegend von Kunst als einem sehr allgemeinen Begriff (eingeschlossen Musik, Theater Literatur etc.) und den Vorstellungen, die sich verschieden Leute dazu machen, unterfüttert mit 12 Seiten Zitate und 16,5 Seiten Literaturangaben. Für mich, der sich für diesen Bereich bisher nur mäßig interessiert hat und im Grunde auch keine Vorkenntnisse hat, war dieses Buch wegen des erheblichen wissenschaftlichen Anspruches deshalb auch gar nicht so leicht zu lesen, wie es andere Rezensenten für sich beschreiben. Neben einer allgemeinen Erweiterung des Gesichtskreises führt das Buch auch zu der Überzeugung, dass Kunst in der Evolution eine erhebliche gesellschaftliche Relevanz besaß und wohl z. T. auch noch heute besitzt. Die heutige Förderung von Kunst an Stelle von Wissenschaft oder Technik - öffentlich oder auch durch Mäzene - bleibt aber auch nach Lesen dieses Buches ausgesprochen fragwürdig.
Ich möchte hier im Wesentlichen auf die ausgezeichnete Rezension von "Zeitgeist" verweisen.Und ich muss zugeben, dass ich das Buch nicht zuende gelesen habe - die These, dass künstlerische Produktion einen sexuellen Selektionsvorteil darstellt, erschien mir einfach zu lächerlich. (Zudem ist sie auch noch latent sexistisch, aber das nur nebenbei.)Der Autor baut seine ganze Argumentation auf der Gleichsetzung von "Kunst", wie wir sie heute verstehen, mit kreativem Tun und Denken, wie es sich unter den Lebenbedingungen der Frühmenschen entwickelt haben mag, auf - meiner Einschätzung nach ein fataler Fehler.