Ich hoffe dass der lateinamerikanische Dichter, Kirchenrevolutionär, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in Deutschland 1980 hier niemals vergessen wird. Diese beiden Bände sind eine Zusammenfassung aus anderen Werken. Es sind unterschiedliche Texte. Gedichte, Reiseeindrücke, Erinnerungen an Weggefährten wie Thomas Merton.Ich habe ein bisschen gestutzt, dass dieser Mann über die rosigen Wangen eines jungen Mädchens schreibt und Brüste die so groß wie Kokosnüsse sind. Aber das war er, ein beobachtender und dichtender Schriftsteller und Politiker. Das eine, die politische Reflexion und die poetische Neigung fließen ineinander. Vor 20 Jahren habe ich Verse von Pablo Neruda gelesen. Diese beiden Dichter scheinen mir innerlich verwandt zu sein.Für den Verlag ist es sicher ein Risiko, einen solchen Band herauszugeben. Es ist eine schöne Edition, das Papier und der Einband, sie erinnern mich an handgeschöpftes Papier, das ich einmal in der Bretagne in der Hand hatte.Das sind Bände für ruhige Wochenendabende. Er war in den 50 ger Jahren schon einmal in Deutschland gewesen. Als er 1973 hier zu Gast war, war er schon ein bekannter Vertreter der Befreiungstheologie, die er zwar nicht begründet hat, aber deren populärster Vertreter er war.Das Wesen der Befreiung sollte darin bestehen, dass die Kirche sich unbedingt auf die Seite der Armen stellt und für diese eintritt.In seinen Worten klingt sogar das Wort Revolution poetisch.