wenn man ständig mitbekommt, wie lehrpersonen sich im unterricht und in gesprächen verhalten, liegt es nahe, dieses buch vor allem jedem anfänger dringend ans herz zu legen. geignet ist es nicht nur für regelmäßiges feedback, ohne das es keine persönliche weiterentwicklung gibt.Viele weigern sich, persönliche unterrichtsprobleme auf den tisch zu bringen - anstatt zu bekennen: Ich habe dieses problem in meiner klasse. Kannst du mir helfen, warum es nicht läuft? Welchen eindruck mache ich in meinem unterricht? Wie wirke ich nach außen? Gib mir bitte ein feedback dazu. Solche offenheit ist eine seltenheit.Wieviele probleme im unterricht ließen sich lösen, wennn die lehrperson ihr körperverhalten und die außenwirkung selbst im blick hätte, sich ein selbstkritisches bild machen würde von mimik und gestik, von blickkontakt und atmung, auch von ihrer Bewegung im Raum und auch von ihre kleidung. Dieses buch hilft, den eigenen handlungsrahmen zu erweitern.Die fülle von anregenden tipps vermag auch noch so unsichere und noch so verschlossene voranzubringen, sei es durch selbstevaluation, sei es im team an einer schule, sei es durch gezielte fortbildung. für all dies findet man hier die grundlagen und eine fülle hilfreicher praktischer übungen.
Zwar findet sich in dem Buch ein Überblick über den Facettenreichtum, so werden vokale und non vokale Factten der Köperkompetenz genannt, allerdings bleibt die Darstellung auf einer sehr allgemeinen Ebene verhaftet. Somit hat dieses Werk weder den Charakter eines (Selbsthilfe-)Handbuches - dies verneint die Autorin auch an mehrern Stellen: sie möchte kein Rezeptwissen "vermitteln" - noch eines "Nachschlagewerkes". Postiv fällt dieser Hinweis auf den individuellen Charakter der Körperkompetenz auf, allerdings würden konkretere Tipps auch zur reflexiven Analyse des eigenen Lehrhandelns/Lehrverhaltens beitragen, wenn nicht dieses sogar noch durch diese "Anregungen" forcieren.