Wie nehmen sich Kinder und Jugendliche mit einer Körperbehinderung wahr? Welche Anteile des
Selbstbildes kommen im zeichnerischen Selbstporträt zum Ausdruck? Und wie kann der
Kunstunterricht dazu beitragen dass sich Kinder und Jugendliche mit ihren Selbstbildern
auseinandersetzen? Das sind zentrale Fragestellungen der Forschungsstudie zu deren
Beantwortung zunächst die theoretischen Grundlagen der Kunstpädagogik im Förderschwerpunkt
körperliche und motorische Entwicklung erarbeitet werden. Es zeigt sich dass der
Kunstunterricht aus der kunstpädagogischen Fachlichkeit begründet lern- und
bildungstheoretisch fundiert sowie mit sonderpädagogischem Fachwissen verknüpft werden muss
damit individuelle Entwicklungspotenziale ausgeschöpft werden können. Auf dieser Basis wird
eine kunstpädagogische Unterrichtsreihe konzipiert durchgeführt und ausgewertet die sich den
vielfältigen bildlichen Verkörperungen widmet. Die abgebildeten Lernentwicklungsverläufe der
teilnehmenden Schüler*innen zeigen anschaulich wie Selbstbilder ausdifferenziert werden und
Identitätsarbeit angestoßen wird.