Australien, 1955: Daphne Lemberger hat endlich ihren Doktor der Tiermedizin in der Tasche und bereits einen Job in einem amerikanischen Forschungslabor sicher. Doch schon bald führen sie ihre Wege nach Afrika. Ihr Zwillingsbruder und Landschaftsarchitekt David lernt derweil die kapriziöse Griechin Evangelina kennen, aber ihre Liebe hat kaum eine Chance. Währenddessen ist Konzertpianistin Grit nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters völlig am Boden zerstört und muss sich in Neuseeland und Kreta ihrer Vergangenheit und Zukunft stellen. Auch ihre Tochter Henny sucht noch ihren Platz im Leben. Werden sie alle ihr persönliches Glück finden?"Die Tierärztin - Mutige Wege" stammt aus der Feder von Sarah Lark und ist der dritte und letzte Band ihrer Tierärztin -Saga. Ein schöner Abschluss der Reihe, der sich im Vergleich zum zweiten Band etwas steigern konnte und mir ein paar unterhaltsame Lesestunden bescherte. Nach dem langen Leseabstand zum Vorgänger fiel mir der Einstieg zunächst etwas schwer und ich hatte Mühe, die vielen Namen und Figuren wieder richtig einzuordnen. Doch das legte sich mit der Zeit. Vor allem, da sich die Story bald auf wenige Charaktere konzentriert. Am besten gefallen hat mir dabei Daphnes Part. Eine mutige Tierärztin und Primatenforscherin, die hier in die Fußstapfen von Jane Goodall und Dian Fossey tritt. Ich habe Daphne gern bei ihren Forschungen begleitet und mit ihr mitgefiebert, denn im Kongo ist sie durch den beginnenden Bürgerkrieg bald nicht mehr sicher. Das Geschehen umfasst dabei den Zeitraum 1955 bis 1966 und spielt an mehreren Schauplätzen in Amerika, Afrika, Australien, Griechenland und Neuseeland. Das sorgt neben verschiedenen Perspektiven für viel Abwechslung. Sarah Lark versteht es anschaulich, authentisch und lebendig zu erzählen und ich bin ausgesprochen gern in die Handlung eingetaucht. Geschichtliche, politische und wissenschaftliche Hintergründe werden locker mit eingeflochten und wirklich langweilig wird es dabei nie. Liebe und Drama gibt es reichlich, Zufälle allerdings auch. Manches wirkte doch etwas unglaubwürdig und recht vorhersehbar. Trotzdem fühlte ich mich meistens gut unterhalten. Ein informatives Nachwort rundet den Roman dann gelungen ab. Insgesamt kann ich daher "Die Tierärztin - Mutige Wege" empfehlen. Ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Finale, für das ich sehr gute 4 Sterne vergebe.