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Baumgartner Werner
24.04.2024
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Diesmal bittet Mrs. Hudson, die Vermieterin von Sherlock Holmes und Dr. Watson, den Meisterdetektiv um Hilfe:Im Umfeld ihrer Freundin Sybil Price häufen sich auf unerklärliche Art die Todesfälle. In 13 Jahren kommen 14 Menschen zu Tode. Gerade erst hat sie ihre langjährige Bedienstete und deren Tochter zu Grabe getragen. Nach der Beerdigung überzeugen Mrs. Hudson und ihre Cousine Mrs Price die Angelegenheit von Sherlock Holmes untersuchen zu lassen.Nach und nach findet Sherlock Holmes heraus, dass alle Toten mit sog. "Mäusebutter" (in Schweineschmalz gelöstem Arsen) vergiftet wurden! Der Tod jeder einzelnen Person verschaffte Sybil Price persönliche Vorteile, die finanzieller Natur sind. In letzter Minute kann Holmes den Tod des neuen Besitzers, von Sybil Prices Elternhaus verhindern, wo diese als Mieterin wohnt. Außerdem kann Dr. Watson Mrs. Hudsons Cousine noch rechtzeitig ein Gegenmittel verabreichen, nachdem Sie vergifteten Butterkuchen gegessen hatte, der für Holmes und Watson bestimmt war.Gewohnt souverän löst Holmes den Fall des "Engels der ein Teufel war"! Dr. Watson darf endlich, wenn auch dezent, seine Kenntnisse als Arzt einbringen, wobei es sehr einfach ist, Vergiftungen als Ursache heranzuziehen. Holmes erhält wie immer Einblick in menschliche Abgründe. Dies wurde auch schon in den Krimi-Klassikern angedeutet. Ich kann es kaum erwarten mehr neue Geschichten von Holmes und Watson zu hören!Anja Kruse, die Sybil Price spricht, ist ein Glücksgriff! Sie ist eine weitere Bereicherung für die Hörspielserie! Auch Joachim Tennstedt geht immer mehr in der Rolle des Sherlock Holmes auf, nicht ohne seine eigene Interpretation in die Rolle einfliessen zu lassen.
Ein wunderbar spannendes Hörspiel.Eine fabelhaft neue Sherlock Holmes Serie hat sich da auf den Weg gemacht. Ein Genuss für alle Krimi Fans
Gesche Gottfried war eine Massenmörderin im Bremen des 19. Jahrhunderts. Aus Habgier vergiftete sie Familie, Freunde und Nachbarn. Während die Opfer mit dem Tode rangen, pflegte sie diese aufopfernd, was ihr den Beinamen "Engel von Bremen" bescherte. Erst nach dutzenden Morden wurde Gesche Gottfried entlarvt und auf dem Marktplatz geköpft. Es wäre herrlich gewesen, wenn Titania Medien diesen historischen Kriminalfall in seiner authentischen Form zum Hörspel adaptiert hätte. Stattdessen wurde die Geschichte verenglischt in der umstrittenen Serie "Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes" untergebracht. Am solide produzierten Hörspiel ist nichts auszusetzen, das wissen die Hörer von Titania Medien seit jeher zu schätzen. Was ich jedoch schade finde: Dass hier gleich zwei Legenden verfälscht werden. Zum einen Sherlock Holmes, zum anderen Gesche Gottfried. Wer die Geschichte der Giftmörderin kennt, der kann sich einen Kontakt zwischen Holmes und Gottfried nur schwer vorstellen. Einst war ich gespannt auf die neue Holmes-Serie, deren Konzept frischen Wind versprach. Die altbekannten Holmes-Geschichten waren schließlich oft erzählt worden, auch in Hörspielform. Aufgrund der Hörspielfolge "Der Hexenfluch" aus dem Grusel-Kabinett war ich überzeugt, dass Marc Gruppe auch für seine neue Holmes-Reihe viele zündende Ideen auf Lager hat. Inzwischen muss ich bedauernd einsehen, dass die Holmes-Serie mit den "geheimen Fällen" weit hinter den Erwartungen bleibt. Als Jack the Ripper in der Auftaktfolge auf Sherlock Holmes traf, war das ein toller Gag. Das fand ich sensationell und gut. Aber im großen und ganzen bin ich von der Serie enttäuscht. Es wäre besser, die Sherlock-Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle bei Titania Medien fortzusetzen. Denn eines steht fest: So wie Titania gelingt es keinem Label, Hörspiele atmosphärisch umzusetzen.