.... außer man tut es.Ich mag den Horst und Bares für Rares wirklich gern, aber dieses Buch hat mich enttäuscht. Von den Erzählungen über den Verlust seiner Mutter war ich sehr berührt, aber dann folgte für mich ein Wirrwarr aus dem Leben, das sich nur deshalb noch gut las, weil eine Menge lustiger Sprüche drin vorkamen, die ich mir - jetzt mal Hand auf den Herd - am liebsten mal alle aufschreiben wollte. Gut, zumindest konnte man in einige Ereignisse in seinem Leben Einblick gewinnen.Was mir allerdings als Fazit wirklich sauer aufstieß, war die hier schon öfter erwähnte Selbstverherrlichung und fast schon devote Entschuldigung an jeder Ecke für alles Getane und Gesagte. Zuviel des Guten!Wir machen alle mal falsche Äußerungen oder handeln falsch. Da passt hier und da mal eine gezielte Entschuldigung in einem Buch, aber nicht zig davon. Wenn man z. B. seine Meinung über Kollegen sagen will, dann raus damit, aber nicht noch zig Entschuldigungen hinterherschicken, die das nur unglaubwürdig machen.Und wenn ich ein Typ sein will, der fortan die letzten Jahre bewusster, netter und an Mitmenschen sehr interessiert leben will, dann mach ich das, aber ich muss es nicht wie ein Mantra an mich selbst tausende Male im Buch erwähnen.Wenn Gutes, dann ohne viel verbales Primborium darum einfach nur TUN.Unterm Strich finde ich im Buch nicht das, was der Titel verheißt, vielleicht hätte man es einfach anders nennen sollen?However - den Horst guck ich mir immer noch gern in der Glotze an.