★★★★★
k.A.
10.06.2026
ean-shopping.de
Das Hörbuch ist sehr atmosphärisch und fesselnd, die Geschichte von William Hope Hodgson ist packend und transportiert mich in die tropischen Gewässer. Allerdings empfand ich die Erzählweise an einigen Stellen als etwas zu langatmig.
Vorweg: Verpackung und Versand waren super.Nun zum Artikel:Die Sprecher bauen hier eine gute Spannung auf. Die Geschichte, rund um eine Schiff, das von einem Seemonster angegriffen wird und die Seemänner in Angst und Schrecken versetzt ist gut erzählt und wird vor allem durch den tollen Hauptsprecher getragen. Ein toller Teil der Serie.
46 Minuten Laufzeit, 40 anwählbare Tracks, 11 sturmerprobte Sprecher, dazu ein (mal wieder) imposantes CD- Cover und eine Geschichte, die von William Hope Hodgson (1877- 1918) stammt. Von jenem guten Mann wurde bereits der Kurzroman "Stimme in der Nacht" vertont (GK 69), was damals bei mir auf knappe 4 Sterne kam.Ein Vier- Mast- Schiff ist unterwegs auf langer Strecke von Melbourne bis nach London. Zwei Matrosen, darunter der Erzähler (Christian Stark), halten die ungeliebte Morgenwache. Schon sehr rasch tritt ein, was auf dem CD- Cover zu sehen ist : Eine gewaltige Seeschlange bringt das Schiff zwar nicht zum Kentern, wuchtet sich aber mit ihrem langen Hals und Maul an Bord. Ob das Ungeheuer Nahrung findet ....?Stimmungsvolle Musik und eindrucksvolle Effekte bis hin zu quietschenden Ruderschlägen und aufspritzender Gischt begleiten die spektakuläre Handlung. Mitunter fährt der Lautstärkepegel dabei so entsetzlich hoch, als werde zum jüngsten Gericht geblasen.Wenn man genau aufpasst, gibt es Schwächen in der Hörspielvorlage. So unterhalten sich die beiden Matrosen, als das Monster an Bord gekommen ist, in ihrer Unruhe äußerst laut ("widerlich, wie es frißt"), anstatt vor Angst in Deckung zu gehen und aufgeregt zu flüstern. Nanu, ist das Monster schwerhörig ? Auch ist es seltsam, dass die beiden Matrosen einen Teil ihrer Kameraden nicht namentlich kennen ("hey, du da"), obwohl betont wird, dass sich die Besatzung schon 130 Tage lang zusammen auf See befindet. Derartiges geht auf Kosten der Glaubwürdigkeit; womöglich sollte der Schwerpunkt auf der reinen Action liegen.Im weiteren Verlauf gibt es einen Perspektivenwechsel, den ich für raffiniert und sehr gelungen halte. Nur leider tritt der Schlussteil erheblich auf der Stelle und bringt sogar nichts Neues mehr. Umso fulminanter, zugleich unfreiwillig komisch, wirkt die finale Soundtrack- Partitur mit fast infernohaften Chören.Trotz angenehm ruckartigen Einstieg, sehr guten Sprechern wie auch vielerlei Gebrüll hat mich die eigentliche Geschichte inklusive ihrem faden Schluss nicht besonders nass gemacht. Drei knappe tropisch- schwüle (See-) Sterne sollten immerhin noch für uns am Leuchten sein.