Mein Sohn, der - als sog. Musskind - sehr früh in die Schule kam, tat sich zunächst mit dem Lesen und Schreiben schwer. Insbesondere hat er nicht genau genug gearbeitet, Buchstaben vertauscht oder weggelassen. Wir wollten schon einen Test durchführen lassen auf LRS, dann fiel mir ein, dass meine Tochter in der 2. Klasse dieses Buch gelesen hatte und es total witzig fand. Das Buch habe ich meinem Sohn gegeben und die erste Seite vorgelesen.Er war begeistert und hat dann selbst weitergelesen. Als ich ihm erklärte, dass er wohl auch ein Buchstabenfresser sei, wenn er die Buchstaben vergisst, hat er sich seine Hefte angeschaut und plötzlich wusste er, warum er "richtig" schreiben sollte. Mein Sohn hat dann das Buch völlig selbstständig zu Ende gelesen und sofort danach Sophies schlimme Briefe von Kirsten Boie. Beide Bücher hat er dann auch seinen Freunden empfohlen. Das Thema LRS war ausgestanden. Er las schon kurze Zeit später richtig dicke Bücher und hatte auch kaum noch Probleme mit der Rechtschreibung. Ich will damit nicht sagen, dass dieses Buch ein Allheilmittel ist. Wahrscheinlich kam es bei meinem Sohn zufällig zum richtigen Zeitpunkt. Da er lustige und witzige Geschichten mag, war es eben auch der richtige Inhalt. Das Cover finde ich nicht erschreckend, sondern es spiegelt eben die Geschichte wider. Aus der Nase wird ein Hase, aus der Hand ein Hund usw.Man sollte bedenken, dass es kein Vorlesebuch ist, sondern ein Buch für Leseanfänger.Das Buch behandelt eben nicht nur irgendeine Phantasiegestalt, sondern spielt auch sehr schön mit der Sprache und den Buchstaben.Dann noch kurz zum Inhalt: Der Buchstabenfresser frisst nicht nur Buchstaben, sondern zu Beginn des Buches tauscht er auch Buchstaben (solange er wächst). Er schlüpft im Keller aus einer Schale, am nächsten Morgen ist die Schule im Keller und als die Mutter nachschaut, findet sie nur noch Schuhe.