Ein Muss für jeden Fan von Lindgren und Wikland, sowohl als Buch wie auch als Hörbuch ein Genuss. Einzig die Textzeile mit den Prügel hier im Norden, wobei, das komisch gemeint sein soll, finde ich veraltet und pädagogisch bedenklich, Prügel anzudrohen, auch wenn es nur Spass sein soll. Dennoch ist die Geschichte von den zwei kleinen Schwestern, die sich über das erste begehbare Eis auf dem Fluss freuen und dabei vergessen, dass sie noch gar nicht gefrühstückt haben, liebenswert. Sie besuchen einen Nachbarhof und laden sich mehr oder weniger selbst zum Frühstück ein. Es ist eine Geschichte voller Herzlichkeit, Wärme, Gastfreundschaft, Winterfreude und Weihnachtsahnung. Die Weihnachtsgeschichte wird hier dank der Kinderphantasie ganz neu interpretiert.Diese Geschichte habe ich so lieb gewonnen, dass ich sie in mein Reigen von Weihnachtsritualen aufnehmen werde, für mich und meine Familie.
Ich als Österreicherin finde es schlimm, dass die deutschen Übersetzungen von Kinderbüchern viele Ausdrücke enthalten, die einfach nicht hochdeutsch sind und die in Österreich auch nicht verwendet werden. "Doll" und "ätsch Pustekuchen", "gucken",.... Diese Ausdrücke schmälern den Lesegenuss und sollten meiner Meinung nach gerade in Kinderliteratur durch andere, allgemein im deutschen Sprachraum verständliche Ausdrücke ersetzt werden.