Meine kleinen Monster lieben dieses Buch. Die Bilder sind sehr schön, stimmungsvoll und mit Liebe zum Detail gezeichnet. Der Text ist süß und schön gereimt, nicht holprig wie bei manch anderem Buch. Einziges Manko: Jedes Mal, wenn meine Partnerin oder ich dieses Buch vorlesen - egal um welche Uhrzeit, egal in welcher Tagesform - müssen wir bei der ersten Zeile gähnen. Selbst jetzt, wo ich diese Zeilen Schreibe und an die Geschichte denke, wird ein ununterdrückbarer Gähnreiz ausgelöst. Wer die erste Zeile des Buches liest, wird vermutlich verstehen, was ich meine. ;-)Klare Kaufempfehlung für ein wirklich süßes kleines Vorlesebuch für die Kleinen.
Das Buch besteht aus 7 Doppelseiten mit einem vierzeiligen Reim pro Doppelseite. Die Illustrationen sind sehr lieblich und stimmungsvoll.Welches Maß an Phantasie man kleinen Kindern prinzipiell entgegenbringen möchte, will ich offen lassen und nur in den Raum stellen: zu einem kranken Stern mithilfe einer Angel oder eines Springseils zu gelangen, schließlich mit einer Leiter hinaufzuklettern und ihm eine Mütze aufzusetzen...Jedoch ist inhaltlich zu sagen, dass die Geschichte vor allem für die jüngeren Kinder der empfohlen Altersgruppe (1 - 3 Jahre) etwas schwierig zu erfassen ist, was man als Erwachsener vielleicht leicht übersehen kann.Der Hauptgrund hierfür ist vor allem der sprachliche Stil. Die Reime sind sehr nett, aber eben nicht kindgerecht:- So ist der Stern z.B. nicht krank o.ä., sondern er "ist heiser" und "leuchtet leiser".- Dann heißt es z.B. auch " >eh< die beiden schlafen gehen", hier könnte man stattdessen doch lieber "bevor" verwenden.- Des Weiteren "Der Bär >deutet empor<", anstatt "zeigt hinauf" etc.Außerdem ist es für ein 1 - 2 jähriges Kind sicherlich schwierig zu verstehen, was eine Angel ist oder gar wie sie funktioniert und wie man damit einen Stern einfangen könnte - oder auch mit einem Springseil hinauf zu gelangen...? Das alles wird nämlich nicht bildlich dargestellt, sondern nur gedanklich erwogen.Nur ein weiteres kleines Detail: Bären essen gerne Honig, ok -> In dem Bärenhaus steht auf dem Fensterbrett ein undurchsichtiges Gefäß, auf dem "Honig" geschrieben steht...Es ist klar, dass man hier als Erwachsener beim Vorlesen entsprechende Adaptionen vornehmen und dem Kind zusätzliche Erklärungen geben kann, was wir auch machen, und dadurch bleibt es natürlich auch ein sehr nettes Buch.Das Highlight für unsere Kleine (17 Mo) ist die finale Lösung, als der kleine Bär auf den großen klettert, um die letzte Distanz zum Stern zu überwinden (Kommentar -> "Huckpack" ;-)) - so wie sie es auch mit Papa kennt.