Aus der Zeit der Befreiung der Malerei. Gegen Ende des 19 Jh. schwappte von Frankreich der Impressionismus nach Deutschland herüber. Wodurch dann alsbald der Expressionismus entstand. In der nähe von München gründete sich die Künstlergruppe der Blaue Reiter, um die Maler Franz Marc und Wassily Kandinsky. Dazu kamen unter anderem Gabriele Münterer, Paul Klee, August Macke und viele mehr.Leider beendete der erste Weltkrieg das Schaffen dieser Künstlergruppe. Einigen Teilnehmenern wirkten allerdings nach dem ersten Weltkrieg im Bauhaus in Weimar mit.Dieser Bildband liefert einen guten Querschnitt, von dem, was von den Mitgliedern der Gruppe geschaffen wurde. Für Interessenten durchaus empfehlenswert.
In der Künstlervereinigung des "Blauen Reiters" schlossen sich Anfang des 20. Jahrhunderts Künstler wie Wassily Kandinsky, Franz Marc und August Macke zusammen. Diese Gruppe beeinflusste die Kunst nachhaltig und noch heute ist der "Blaue Reiter" fast jedem ein Begriff. Leider waren die Männer und Frauen nicht nur sehr kreativ, sondern auch recht eigene - um nicht zu sagen teilweise auch seher eigensinnige Personen. Was dazu führte, dass die Gruppe nach nur zwei Ausstellungen aufgrund interner Streitereien wieder zerfiel.In diesem 125-seitigen Werk werden die wichtigsten Künstlerinnen und Künstler (Kandinsky, Münter, Marc, Macke, Jawlensky und Werefkin) sowie ihre wichtigsten Gemälde sowie die Gruppe des "Blauen Reiters" sowie dessen Vorgeschichte und Auswirkungen vorgestellt.Was mir an diesem Buch besonders gefällt, ist die Ausgewogenheit zwischen Bildern und Texten. Es ist weder eine langatmige kunstgeschichtliche Abhandlung noch ein reiner Bildband, sondern eine gelungene Mischung aus den wichtigsten und bekanntesten Werken der Meister und leicht verständlichen und doch erschöpfenden Texten, welche den Leser in die damalige Zeit eintauchen lassen und dei wichtigsten Zusammenhänge erklären. Teilweise finden sich "Gemäldestrecken" von 4 bis 6 Seiten, dann wieder Texte (aufgelockert mit kleineren Abbildungen und Fotos), eingestreut auch immer wieser zeitgenössische Zitate der Künstler übereinander, welche die wechselnden Beziehungen der Künstler untereinander veranschaulichen, Teilweise Zitate von Kunstkritikern usw.Schade finde ich nur, dass Robert Delunay und Paul Klee, die beide dem "Blauen Reiter" sehr nahe standen und sich auch an den Ausstellungen beteiligten, keine eigenen Kapitel gewidmet wurden.Zuletzt ist ein Kapitel dem Lenbachhaus in München gewidmet, wo noch heute viele Bilder aus dieser Epoche vereinigt sind.Fazit: eine tolle Einführung für Kunstinteressierte Laien, die sich einen Überblick verschaffen wollen und auch einige Anekdoten kennenlerenn wollen, die sich hinter den Malern und ihrer werke verbergen, ohne gleich Kunstgeschichte studieren zu wollen.