★★★★★
k.A.
31.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist absolut fesselnd und transportiert mich mit seiner Geschichte in eine spannende Welt. Ich bin total begeistert von der Erzählung und der Atmosphäre.
“Hazel Wood” hatte ich schon sehr lange im Auge, allerdings hatte ich für die englische Ausgabe nie die Zeit. Jetzt war es endlich soweit und die deutsche Ausgabe hatte Veröffentlichung und jetzt habe ich mir die Zeit einfach genommen. Nach Beendigung kann nur verraten, dass es definitiv kein Fehler war, das Buch zu lesen. Allerdings war es anders, wie ich erwartet hatte.Es ist die Geschichte von Alice, die mit ihrer Mutter auf ständiger Flucht ist. Aus diesem Grund hat sie nie Freunde gefunden und war immer ein Außenseiter. Allerdings stirbt recht überraschend die Großmutter von Alice, welche eine großartiger Märchenerzählerin ist. Genau zu diesem Zeitpunkt beginnen sich die Dinge zu ändern und so verschwindet auch die Mutter von ihr. Da zwischen den beiden eine große Zusammengehörigkeit besteht, begibt sich Alice auf die Suche nach ihrer Mutter.Persönlich hat mir die Handlung gut gefallen, denn es ist nicht nur ein Märchenbuch, sondern auch was aktuelles. Die Geschichte spielt zu einem nicht unerheblichen Teil in New York und es hat mich so gefreut, dass reale Aspekte mit in die Handlung eingeflossen sind. Besonders gelungen würde ich das Abenteuer von Alice bezeichnen, denn es war wirklich interessant zu sehen, ob sie ihre Mutter retten kann oder nicht. Die Autorin hat auch einige Wendungen im Plot eingebaut, so weiß man als Leser nie woran man ist. Ich würde aber generell sagen, dass man während einem Großteil der Handlung nicht weiß woran man ist, was ich jetzt nicht grob störend fand, denn so konnte man sehr gut selber Zusammenhänge ziehen, ob man jetzt immer richtig liegt, muss man selber rausfinden, während man das Buch liest.Die Charaktere fand ich jetzt eigentlich ganz toll beschrieben, obwohl ich jetzt nicht sagen könnte, dass ich diese wirklich überzeugend fand. Alice war mir sympathisch, allerdings würde ich sagen, dass sie anderes ist. Sie wirkte jetzt nicht so nett, wie üblicherweise die Hauptprotagonistin. Ich würde sie eher als schwierig bezeichnen. Einzig sympathisch bei ihr, fand ich ihre Liebe zu ihrer Mutter. Irgenwie niedlich.Dann gab es da noch Finch. Der war irgendwie seltsam, das Gefühl hat sich bei mir auch während der ganzen Leserei nicht gelegt. Interessant bei ihm fand ich, dass er deutlich mehr über Märchen weiß, wie Alice.Die Schreibweise war wirklich angenehm zu lesen. Ich würde sie als typisch Märchen bezeichnen und so wirkte das Buch als wirklich flüssig und locker auf mich, obwohl es auch stellenweise wirklich düstere Momente gab. Es gab kleine Abschnitte, da wirkte die Schreibweise nicht so ganz ausgereift, aber das war okay.Das Cover ist echt toll und ein richtiger Hingucker. Wirklich sehr toll.Zur Autorin:Melissa Albert ist Gründerin des Barnes & Nobles Teen Blog und hat unter anderem für McSweeney’s, Time Out Chicago und MTV geschrieben. Ursprünglich kommt sie aus Illinois, lebt mittlerweile aber in New York und arbeitet bereits am Folgeband von „Hazel Wood“.Quelle: VerlagFazit:4 von 5 Sterne. Unterhaltsame Geschichte. Schöne Mischung aus Märchen und Realität. Kann ich weiterempfehlen.
Da das Buch sehr stark beworben wurde, war ich ziemlich gespannt darauf, ob es tatsächlich so gut ist. Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen. Teilweise gefiel mir das Buch richtig gut. Die beiden Geschichten aus „Märchen aus dem Hinterland“ fand ich super und hätte gerne alle Märchen gelesen. Sie sind grausam, ungewöhnlich und kreativ. Ich fände es toll, wenn die Autorin ein Mini-Buch mit den Geschichten veröffentlichen würde. Ähnlich wie J.K. Rowling es mit „Die Märchen von Beetle dem Barden“ getan hat. Mit der Hauptfigur Alice bin ich nicht so richtig warm geworden. Sie wirkt eher unsympathisch und ich konnte viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen. Gleiches gilt für die anderen Figuren der Geschichte.Die Grundidee der Handlung gefällt mir gut. Allerdings hakt es für meinen Geschmack an vielen Stellen bei der Umsetzung. Für die erste Hälfte der Geschichte hat sich die Autorin zum Beispiel sehr viel Zeit gelassen, gleichzeitig passierte inhaltlich aber nicht viel. Der eigentliche Hauptteil dagegen wurde relativ schnell abgehandelt. Hazel Wood und das Hinterland blieben sehr blass. Es wurde kaum beschrieben, so dass ich es mir nicht richtig vorstellen konnte. Das ist unglaublich schade, denn um Hazel Wood ging es doch die ganze Zeit. Ebenso die Großmutter Althea Prosperpine. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren. Ich konnte sie mir nur als schemenhafte Figur vorstellen. „Hazel Wood“ ist der Debütroman der Autorin und dies merkt man dem Buch einfach an. Vielleicht wird ja der zweite Teil besser. Ob ich ihn lesen werden, weiß ich aber noch nicht. Vermutlich eher nicht.Ergänzung: Wie ich gesehen habe, ist für 2021 tatsächlich ein Buch mit den „Märchen aus dem Hinterland“ angekündigt. Der englische Titel des Buches lautet „Tales from the Hinterland“.