Im Umfeld des 400. Jahrestages der Stadtgründung Mannheims 2007 sind etliche Publikationen zur Geschichte der Quadratestadt erschienen. Neben einem mehrbändigen, vom Stadtarchiv herausgegebenen Werk, das die alte, umfangreiche Stadtgeschichte von Friedrich Walter (seinerzeit zum 300. Geburtstag der Stadt verfasst) ersetzen sollte (aber nicht kann), kamen auch einige kürzere Veröffentlichungen, die sich an ein breiteres Publikum wenden, auf dem Markt. Die vorliegende "Kleine Mannheimer Stadtgeschichte" von Hansjörg Probst, dem 1932 geborenen ehemaligen Rektor des humanistischen Karl- Friedrich- Gymnasiums und Vorsitzenden des Mannheimer Altertumsvereins vereint dabei mehrere Vorzüge in sich. Klar chronologisch in insgesamt zwölf Kapitel gegliedert, bietet das Werk in gut lesbarer klassischer Gelehrtenprosa eine durchaus auch mit aber behutsam eingefügten strukturellen Einschüben versehene verständliche Geschichte der Stadt und erklärt die Charakteristika und Eigenheiten Mannheims. Gut integrierte Quellenzitate und insbesondere die hervorragende Auswahl nicht bloß illustrierender Abbildungen (zumeist aus dem reichen Fundus der Reiß- Engelhorn- Museen in Mannheim) machen die Lektüre darüber hinaus zu einem Vergnügen. Eine Zeittafel, ein Literaturverzeichnis und ein Register runden den schmalen, aber inhaltsreichen Band ab. Vorliegende Arbeit kann als mehr als eine Einführung in die historische Entwicklung Mannheims gelten und stellt die beste neuere Geschichte der Stadt dar. Mannheimern selbst, aber auch Freunden oder Besuchern der Stadt sei sie wärmstens empfohlen.