Als Musikpädagogin war ich begeistert über die Möglichkeit einen Block mit schönen Bildern zu haben, die man auch für die Kleinen als Hausaufgabe mit nach Hause geben kann. Der Block ist schön gezeichnet, bunt und hochwertig. Leider handelt es sich bei den Rätseln um ganz normale Vorschulaufgaben, wie Fehler in Bildern finden, Paare suchen, Linien nachfahren, etc. Von den insgesamt 40 Rätseln kann ich vielleicht 5 als Hausaufgabe für Schüler gebrauchen, weil sie musikalische Fähigkeiten schulen. Es gibt zwei sinnvolle Aufgaben zur Instrumentenkunde und zwei Aufgaben in Verbindung mit Singen von bekannten Kinderliedern. Ich hatte gehofft, dass der Block Übungen gibt, um z.B. Notenschlüssel zu malen oder Noten und Notenlinien. Auch zur Musiktheorie wie Tonleiter, Melodielinien erkennen etc. würden mir selbst einige Rätsel einfallen, die ein professioneller Grafiker toll in diesem Format aufbereiten könnte. Die Kinder könnten dann wirklich musikalische Fähigkeiten trainieren anstatt Vorschulfähigkeiten. Auf jedem Bild sind zwar Musiker oder Instrumente abgebildet, aber so wie es hier aufbereitet ist, wären sie austauschbar mit Birnen und Äpfeln, weil sie keine wichtige Rolle für das Lernziel spielen, das mit dem Rätsel verfolgt wir. Echt Schade. Da hätten sie mal lieber uns aus der Praxis fragen sollen. Lob an die Illustratorin Maren Blaschke und leider in der Konzeption daneben gegriffen liebe Frau Heinrich.