In der Tat ist dieses Heft eher fortgeschrittenen Flötisten nahezulegen, allerdings m.E. nicht ausschließlich.Voraussetzung ist eher eine Vorstellung davon, wohin sich der Klang eigentlich entwickeln soll, sowie die Bereitschaft, ein halbes Jahr lang täglich eine halbe Stunde "lange Töne" zu spielen.Und zu hören.Idealerweise bekommt das Ganze bald einen meditativen Charakter einschließlich Achtsamkeits- und Atemübung. (Nach einigen Tagen nahm ich diese Zeitinvestition überhaupt nicht mehr als solche wahr.)Von daher können sicherlich auch andere Holzbläser, insbesondere Saxophonisten, einigen Gewinn aus diesen Übungen ziehen.Okay, das klingt alles zunächst einmal schwer nach Disziplin, doch verfügt Trevor Wye - im Gegensatz zu mir - über einen sehr angenehmen Schreibstil, der ohne Anbiederung ermutigt und bei allen gut gelaunten Formulierungen sehr einleuchtend systematisiert.Nicht zu vergessen: Die Übersetzung besorgte Werner Richter, dessen eigene Flötenschule nach wie vor ein empfehlenswertes Lehrbuch ist.
Gutes Lehrbuch, für Anfänger eher weniger geeignet, da Notenkenntnisse und Griffkenntnisse in diesem Teil Voraussetzung sind, um die Übungen spielen zu können.